https://www.faz.net/-gqe-8awpp

Neue Berechnung : Arbeitslosenquote ohne Flüchtlinge

  • Aktualisiert am

Auch am 2. Dezember sind in der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen wieder Flüchtlinge angekommen. Bild: dpa

Die meisten Flüchtlinge in Deutschland finden wohl nicht schnell einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Deswegen soll die entsprechende Statistik bald anders ausgewiesen werden.

          Die Bundesregierung will zum Jahreswechsel die technischen Voraussetzungen schaffen, um Flüchtlinge getrennt in der Arbeitslosenstatistik auszuweisen. Das Arbeitsministerium bestätigte nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung, dass in der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg die Vorbereitungen dafür liefen: „Die BA passt derzeit ihre EDV-Systeme dahingehend an, dass ab Anfang 2016 Informationen zum Aufenthaltsstatus von Kunden eingepflegt werden können.“

          Die Anpassungen zielen demnach darauf ab, ab spätestens Mitte des Jahres die Zahl der Arbeitslosen mit und ohne Einbeziehung von Flüchtlingen vorlegen zu können.

          Nach Angaben aus dem Oktober geht die BA davon aus, dass rund 90 Prozent der anerkannten Flüchtlinge zunächst auf Hartz IV angewiesen sein werden. Viele Flüchtlinge können nach einhelliger Auffassung beispielsweise gar kein oder zu wenig Deutsch, um schnell wenigstens eine Ausbildung beginnen zu können.

          Für das kommende Jahr 2016 erwartete die Agentur damals im Jahresschnitt rund 130.000 arbeitslose Flüchtlinge zusätzlich. Voll bemerkbar auf dem Arbeitsmarkt sollen sich die Flüchtlinge allerdings wohl erst im Jahr 2017 machen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Brexit-Votum in London : Die Niederlage von Westminster

          So hat eine britische Regierung in der Moderne noch nicht verloren. Schon gar nicht in einer Sache, die von solch existentieller Bedeutung ist, wie der Brexit-Deal. Man kann gespannt sein, wie es weitergeht. Ein Kommentar.

          Nach Attentat in Danzig : Der Klang des Schweigens

          Nach dem Tod des Danziger Bürgermeisters nach einer Messerattacke herrscht Bestürzung in ganz Polen. Viele im Land fragen sich jetzt, wie es überhaupt so weit kommen konnte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.