https://www.faz.net/-gqe-7j1xm

Netzagentur genehmigt : Zwölf Kraftwerksblöcke werden abgeschaltet

  • Aktualisiert am

Welche Kraftwerke abgeschaltet werden, hat die Netzagentur noch nicht gesagt. Bild: dpa

Die Energieversorger wollen Kraftwerke abschalten, weil die unrentabel werden. Für zwölf Blöcke hat die Netzagentur das offenbar genehmigt.

          1 Min.

          Die Bundesnetzagentur hat die Stilllegung von zwölf Kraftwerksblöcken genehmigt. „Ihre Abschaltung kann unproblematisch erfolgen, sie sind nicht systemrelevant“, sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, dem Magazin „Focus“ laut Vorabbericht.

          Wegen der gefallenen Strom-Großhandelspreise haben die Energieversorger Anträge zur Stilllegung von 28 Kraftwerksblöcken mit einer Leistung von rund 7000 Megawatt gestellt. Dies entspricht in etwa der Leistung von sieben Atomkraftwerken.

          Die zwölf Kraftwerke, deren Abschaltung die Behörde genehmigte, liegen dem Bericht zufolge alle im Norden Deutschlands. „Fünf Kraftwerke, die im Süden liegen, sind von den Netzbetreibern für systemrelevant erklärt worden. Hier prüfen wir derzeit, ob die geplante Stilllegung dennoch möglich ist“, sagte Homann. Die übrigen elf Kraftwerksblöcke würden noch geprüft.

          Die Anträge müssen ein Jahr im Voraus eingereicht werden. Sollten die Kraftwerke nach Einschätzung der Netzbetreiber unverzichtbar für die Stromversorgung sein, kann die Bundesnetzagentur ihren Weiterbetrieb anordnen. Die Versorger erhalten in diesem Fall Entschädigungszahlungen.

          Unklar blieb zunächst, welche Konzerne Kraftwerke abschalten dürfen. In den vergangenen Monaten haben diverse Betreiber angekündigt, Kraftwerke stillzulegen. Dazu gehören Eon, RWE, EnBW oder der südwestfälische Versorger Enervie. Sie begründen dies unter anderem mit den gefallenen Börsenpreisen für Strom. Diese sind auch wegen des wachsenden Ökostromanteils unter Druck.

          Weitere Themen

          Wirtschaftssanktionen gegen Russland verlängert

          EU-Gipfel : Wirtschaftssanktionen gegen Russland verlängert

          Keine Sanktionserleichterungen ohne dauerhaften Frieden: Mit dieser Botschaft reagiert die EU auf die Ergebnisse des Spitzentreffens zum Ukraine-Konflikt in Paris. Für die Wirtschaft sind es schlechte Nachrichten.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.