„Negative Strompreise“ :
Verbraucher zahlen für Überangebot an Öko-Strom

Lesezeit: 5 Min.
Noch ist es für die Stromproduzenten ökonomisch günstiger, Kohlekraftwerke durchlaufen zu lassen, statt Speicher zu bauen
Stromkunden müssen von Januar an über die Öko-Strom-Umlage dafür bezahlen, wenn ein Überangebot an Strom dazu führt, dass Öko-Strom nur noch „verkauft“ werden kann, wenn der Anbieter dem Abnehmer dafür eine Prämie zahlt. 18mal schon sind 2009 „negative Preise“ notiert worden.

Strom könnte im kommenden Jahr für die deutschen Verbraucher teurer werden - aber nicht weil die Konzerne mehr verlangen, sondern weil überschüssiger Windstrom anfällt, der nur an den Mann gebracht werden kann, wenn der Verkäufer dem Käufer dafür etwas bezahlt. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise zahlt der Käufer dem Verkäufer. Weil aber zuweilen so viel Wind bläst, finden sich für den damit produzierten Strom nicht genug Käufer. Um den Strom loszuwerden, muss der Verkäufer draufzahlen.

Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.