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Nach den Sanktionen : Frankreich lotet neues Geschäft im Iran aus

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Gerade Europas Autobauer und Infrastruktur-Konzerne könnten gutes Geld in Teheran verdienen. Bild: dpa

Kaum hat der Westen einige Sanktionen gegenüber Iran gelockert, wittern Unternehmen neue Chancen. Frankreich schickt eine ganze Delegation nach Teheran - mit dabei sind Renault und Alstom.

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          Frankreich hofft darauf, seine Wirtschaftsbeziehungen zum Iran wiederzubeleben. Nachdem die westlichen Länder nun einige Sanktionen gegenüber dem Land aufgehoben haben, könnten sich „bedeutende Geschäftschancen“ ergeben, sagte der französische Finanzminister Pierre Moscovici im Fernsehen. Wichtig sei nun, dass der Iran sich an die zugesagten Einschränkungen seines Atomprogramms hält.

          Eine französische Wirtschaftsdelegation will in diesen Tagen in Teheran Gespräche mit iranischen Regierungs- und Industrievertretern führen. Mit dabei sind mehr als 100 Firmen aus Frankreich, darunter die Autobauer Renault und PSA Peugeot Citroen. In Medienberichten wurden ferner der Energieversorger GDF Suez, der Siemens-Konkurrent Alstom und der Rüstungskonzern Safran genannt.

          Nuklearabkommen wird ausgehandelt

          Zuletzt setzten die Vereinigten Staaten und die Europäische Union (EU) einige Sanktionen gegen den Iran aus, viele sind aber noch in Kraft. Zuvor hatte die Regierung in Teheran die Anreicherung von Uran gedrosselt.

          Basis ist eine im November erzielte vorläufige Vereinbarung zum iranischen Atomprogramm, die Einschränkungen sowie intensivere UN-Kontrollen vorsieht. Die Beratungen über ein langfristiges Nuklearabkommen sollen am 18. Februar in Wien beginnen.

          Auch viele deutsche Unternehmen schauen voller Spannung auf die Entwicklung und hoffen auf Zugang zu einem vielversprechenden Land. Der Iran hat gewaltige Öl- und Gasvorkommen und eine große Zahl junger, arbeitswilliger Menschen. Zudem muss dringend die marode Infrastruktur modernisiert werden, nachdem der jahrelange Boykott das Land ökonomisch in die Knie gezwungen hat.

          Daher können sich Experten zufolge Baufirmen, Maschinenbauer und Automobilzulieferer besonders gute Chancen ausrechnen. Auch der Import von Arzneimitteln könnte wieder zunehmen.

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