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Nach 2018 : Nahles will mehr Steuer-Milliarden für die Rente

  • Aktualisiert am

Andrea Nahles im Bundestag Bild: dpa

Die Rentenpläne der großen Koalition kosten Milliarden. Finanziert sind sie nur bis 2017. Danach will Andrea Nahles das Geld aus dem Steuertopf holen. Dort werden jetzt schon 80 Milliarden für die Rente aufgebracht.

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          Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will die geplanten Renten-Verbesserungen ab 2018 auch über Steuermittel finanzieren, um die Rentenbeiträge stabil zu halten. Bei den Koalitionsverhandlungen sei „klar verabredet“ worden, „dass wir eine steuerliche Flankierung brauchen“, sagte Nahles der „Süddeutschen Zeitung“. Um wie viel Geld es dabei gehe, werde gerade berechnet. Experten hatten darauf hingewiesen, dass wegen der teuren Reformen der Rentenbeitrag 2018 ohne zusätzliche Bundesmittel steigen muss, weil dann die Reserven in der Rentenkasse aufgebraucht sind.

          Derzeit steuert der Bund bereits mehr als 81 Milliarden Euro Steuergeld im Jahr zur Finanzierung der Rentenversicherung bei. Der Rentenbeitrag liegt derzeit bei 18,9 Prozent. Die große Koalition hatte durchgesetzt, dass dieser 2014 nicht wie zunächst vorgesehen gesenkt wurde, um mehr Geld für die Finanzierung ihres Rentenpakets zu haben. Vorgesehen sind höhere Renten für Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern, eine abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte mit 45 Beitragsjahren und verbesserte Erwerbsminderungsrenten für nicht mehr arbeitsfähige Menschen.

          Nahles kündigte an, ihren Regierungsentwurf für das Rentenpaket noch im Januar ins Kabinett zu bringen. Der erhöhte Zuschuss vom Bund, bei dem es um einen zusätzlichen Milliardenbetrag gehen dürfte, solle darin bereits verankert werden.

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