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Folgen der Krim-Krise : Moskau droht Amerika wegen blockierter Geldüberweisung

  • Aktualisiert am

Moskau droht Amerika Bild: Röth, Frank

Die amerikanische Großbank JP Morgan hat wohl die Überweisung eines russischen Diplomaten blockiert. Moskau reagiert empört - und droht mit Vergeltungsmaßnahmen gegen Amerikas Botschaft.

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          Nach dem Stopp des Geld-Transfers eines russischen Diplomaten durch die amerikanische Bank JP Morgan hat Russland mit Repressalien gegen Diplomaten der Vereinigten Staaten gedroht. Moskau betrachte die „mit dem Vorwand antirussischer Sanktionen“ begründete blockierte Überweisung durch das Geldinstitut als „inakzeptabel, illegal und absurd“, erklärte der russische Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch.

          Dem Ministerium zufolge hatte JP Morgan eine Überweisung des russischen Botschafters in Astana an das russische Versicherungsunternehmen Sogaz blockiert. Sogaz hat Verbindungen zur russischen Bank Rossija, die auf der Liste der mit amerikanischen Sanktionen belegten Unternehmen steht.

          Trotz massiver internationaler Proteste hatte Russland Mitte März die ukrainische Halbinsel Krim annektiert, nachdem sich die dortige Bevölkerung in einem Referendum für die Abspaltung von der Ukraine ausgesprochen hatte. Der Westen verhängte daraufhin Sanktionen gegen Mitglieder der russischen Führung.

          Washington müsse verstehen, dass „jegliche feindselige Handlung gegen russische Diplomaten“ nicht nur ein grober Verstoß gegen internationales Recht, sondern auch „der Auftakt zu Vergeltungsmaßnahmen“ sei, die ihre Auswirkungen auf die Arbeit der amerikanischen Botschaft in Russland nicht verfehlen werde, warnte Außenamtssprecher Lukaschewitsch. JP Morgan habe der Regierung in Washington mit dem Schritt daher „keinen Gefallen getan“.

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