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Geschönte Bewertungen : Moody’s muss 812 Millionen Euro zahlen

  • Aktualisiert am

Das Logo der Ratingagentur Moody’s Bild: AP

Die Ratingagentur Moody’s hat sich im Rechtsstreit um geschönte Kreditbewertungen mit dem amerikanischen Justizministerium und 21 Bundesstaaten geeinigt. Doch trotz Millionenstrafe hält das Unternehmen an seinen Bewertungen fest.

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          Die Ratingagentur Moody’s ist von zweifelhaften Kreditbewertungen aus der Zeit der Finanzkrise eingeholt worden. Das Unternehmen teilte am Freitagabend (Ortszeit) mit, im Rahmen eines Vergleichs mit den amerikanischen Behörden 864 Millionen Dollar ( umgerechnet 812 Mio Euro) zu zahlen. 437,5 Millionen Dollar gehen als Bußgeld an das Justizministerium und weitere 426,3 Millionen an 20 amerikanische Bundesstaaten. Die Einigung umfasse zudem erhebliche Maßnahmen, um die Integrität, Unabhängigkeit und Qualität der Kreditbewertungen zu stärken.

          Moody’s wird vorgeworfen, das Risiko strukturierter Wertpapiere zum eigenen Geschäftsvorteil nicht ausreichend berücksichtigt zu haben. Nach dem Einbruch des amerikanischen Häusermarktes Ende 2007 hatten viele solcher Papiere massiv an Wert eingebüßt, was zu heftigen Turbulenzen an den Finanzmärkten führte und als ein Grund für die tiefe Rezession der Folgejahre gilt. Trotzdem betont Moody’s, keine Gesetzesverstöße begangen zu haben und hinter seinen Ratings zu stehen.

          Der größere Rivale Standard & Poor’s hatte schon im Februar 2015 einen ähnlichen Vergleich geschlossen. S&P zahlte damals ingesamt 1,4 Milliarden Dollar an das Justizministerium und an Bundesstaaten, um sich von einem Verfahren um frisierte Bonitätsnoten für Wertpapiere freizukaufen, die in der Finanzkrise zu Brandbeschleunigern wurden. Weitere rund 200 Millionen Dollar zahlte das Unternehmen an den kalifornischen Pensionsfonds Calpers und die amerikanische Börsenaufsicht.

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