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Mindestlohn : Sonderregeln für Praktikanten und Spargelstecher

  • Aktualisiert am

Spargelernte in Hessen. Bild: dpa

Eigentlich wollte die Koalition mit dem Mindestlohn vorschreiben, dass es für freiwillige Praktika mindestens 8,50 Euro pro Stunde gibt. Jetzt sind Erleichterungen geplant - auch für andere Berufe.

          Eine Spitzenrunde der Koalition aus Union und SPD hat sich am Freitag nach Angaben aus Koalitionskreisen auf Änderungen am Gesetzentwurf für den gesetzlichen Mindestlohn verständigt. Diese beträfen unter anderem eine neue Sonderregelung für die Zeitungsbranche, Erleichterungen für Erntehelfer sowie freiwillige Praktika, die nicht unter den Mindestlohn fielen, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von Personen, die mit den Ergebnissen des Treffens vertraut waren.

          Nach den Plänen von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sollen auch freiwillige Praktika, die länger als sechs Wochen dauern, mit mindestens 8,50 Euro pro Stunde vergütet werden. Nur Praktika, die offiziell Teil einer Ausbildung oder eines Studiums sind, fallen dem Gesetzentwurf zufolge nicht unter die Mindestlohn-Regelung. Damit soll verhindert werden, dass die „Generation Praktikum“ sich nach dem Studium von einem unbezahlten Praktikum zum nächsten durchkämpft. Kritiker befürchten dagegen, dass Unternehmen seltener Praktikanten einstellen.

          Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte am Freitag vor Familienunternehmern auf die Frage nach Ausnahmen für Praktikanten: „Wir lösen Ihr Problem.“ Konkrete Angaben machte er nicht. Er könne nicht in die Details zu dem gehen, was in der nächsten Woche verabschiedet werden solle.

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