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Unternehmensberatung : McKinsey bekommt Millionen für Tipps zur Rückführung von Flüchtlingen

  • Aktualisiert am

Abschiebungen kosten den Staat viel Geld, deswegen soll verstärkt auf die freiwillige Rückkehr von Asylbewerbern gesetzt werden. Bild: dpa

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge braucht die Hilfe von Unternehmensberatern: Mit welchen Anreizen kann der Staat Flüchtlinge zu einer Rückkehr in ihre Heimatländer bewegen?

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          Die Unternehmensberatung McKinsey soll für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) eine Studie zum Thema Flüchtlinge erstellen. Die Berater sollen der Behörde helfen, die Rückkehrquote von Flüchtlingen zu erhöhen. Dabei geht es unter anderem um die Frage, mit welchen Anreizen der Staat Flüchtlinge zu einer Rückkehr in ihre Heimatländer bewegen kann. Zudem geht es um eine bessere Zusammenarbeit von Bund und Länderbehörden und um die Klärung des künftigen Personalbedarfs.

          McKinsey berät die Behörde nach eigenen Aussagen bereits seit dem vergangenen Herbst bei Fragen rund um die Registrierung von Flüchtlingen. Den neuen Auftrag will das Unternehmen auf Nachfrage nicht kommentieren. Die Politik wünscht sich, die Rückkehrquote zu erhöhen. Nach Informationen des Magazins Spiegel ist der Auftrag für McKinsey durchaus lukrativ: Für insgesamt 678 Beratertage im Rahmen des neuen Auftrags soll das Unternehmen demnach knapp 1,9 Millionen Euro bekommen, was einem Tagessatz von rund 2700 Euro entspricht.

          Schon bislang habe McKinsey mehr als 9 Millionen Euro für Beratungsleistungen in Flüchtlingsfragen erhalten, heißt es in dem Bericht. Der Staat verspricht sich auf der anderen Seite durch die Beratungsleistung eine namhafte Ersparnis, wenn Flüchtlinge früher in ihre Heimatländer zurückkehren. Würden die Behörden je zurückgekehrtem Flüchtling 4000 Euro im Jahr sparen, was ungefähr der Hartz-IV-Leistung entspricht, könnte der Staat bei 10.000 früher zurückgekehrten Flüchtlingen im Jahr rund 40 Millionen Euro sparen.

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