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Managergehälter : Aktionärsvertreter befürworten Obergrenze

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Der Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Ulrich Hocker Bild: dapd

Zehn Millionen Euro pro Jahr müssen aus Sicht von Aktionärsvertretern als Vergütung für Manager ausreichen. Der soziale Friede in Deutschland stehe auf dem Spiel. Die Pläne der SPD stoßen jedoch auf Kritik.

          Aktionärsvertreter plädieren in der Diskussion um die Höhe der Managergehälter für eine Obergrenze von zehn Millionen Euro im Jahr. Grundsätzlich müssten Vorstandsbezüge in einem gesunden Verhältnis zu den Durchschnittslöhnen im Unternehmen stehen, sagte der Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Ulrich Hocker, der „Passauer Neuen Presse“ vom Donnerstag. Das könne je nach Branche mal das 20-, mal das 50-fache sein. „Ansonsten ist der soziale Friede in Deutschland gestört“, sagte der Aktionärsvertreter. Entscheiden müsse der Aufsichtsrat des Unternehmens.

          Die SPD-Pläne zur gesetzlichen Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit von Managergehältern sieht Hocker skeptisch. „Wir glauben nicht, dass wir ein Gesetz brauchen“, sagte er. Eine Begrenzung der steuerlichen Absetzbarkeit sei „Quatsch“. Große Unternehmen zahlten Milliarden an Steuern. „Das, was sie durch die steuerliche Berücksichtigung der Managerbezüge als Betriebsausgaben sparen, ist zu vernachlässigen.“

          CSU will SPD-Vorschlag prüfen

          Die CSU steht Plänen zur Begrenzung der Managergehälter aufgeschlossen gegenüber. Man werde den SPD-Vorschlag daraufhin prüfen, „ob wir damit Gehaltsexzessen Einhalt gebieten können“, sagte CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt der Zeitung. Es sei nicht vermittelbar, wenn ein Manager das Hundertfache eines Durchschnittsverdieners im Konzern bekomme. Mehr Transparenz oder die Begrenzung der steuerlichen Abzugsfähigkeit seien diskussionswürdige Ansätze.

          Die Bundesvorsitzende der Linken, Katja Kipping, zeigte sich unzufrieden mit dem Gesetzentwurf der SPD. „Es sind leider nur sehr kleine Schritte in die richtige Richtung“, sagte Kipping der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Linke habe schon im vergangenen Oktober im Bundestag beantragt, dass die Gesamtbezüge eines Managers nicht mehr als das Zwanzigfache der untersten Gehaltsgruppe im gleichen Unternehmen betragen sollten. Mit Steueranreizen, Beschlüssen der Hauptversammlung und des Aufsichtsrats allein ließen sich überhöhte Managergehälter nicht wirksam verhindern, betonte die Linken-Chefin.

          Die SPD will den Steuerbonus bei hohen Managergehältern gesetzlich begrenzen. Die Sozialdemokraten hatten am Mittwoch dazu einen Gesetzentwurf vorgelegt. Im Kern soll bei Aktiengesellschaften die steuerliche Absetzbarkeit der Vergütung eines Vorstandsmitglieds auf 500.000 Euro begrenzt werden. Zudem soll der Aufsichtsrat eine Höchstgrenze für das Verhältnis zwischen Bezahlung der Vorstandsmitglieder und dem durchschnittlichen Einkommen eines Arbeitnehmers im Unternehmen festlegen.

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