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Luftfahrt : Klinikgründer steigt bei dba ein

  • Aktualisiert am

Finanzieller Anschub für die dba Bild: picture-alliance/ dpa

Der Gründer der Helios-Kliniken, Helmig, steigt mit 25,1 Prozent bei der Fluggesellschaft dba ein. Damit soll die dba ihre Eigenständigkeit wahren und weiter wachsen.

          Der ehemalige Klinkbetreiber und Gründer der Helios-Kliniken, Lutz Helmig, übernimmt 25,1 Prozent an der Billigfluggesellschaft dba. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte die dba am Montag mit.

          Durch den Einstieg von Helmig könne die dba ihre Eigenständigkeit wahren und die Finanzkraft für den geplanten Kauf von 40 Boeing-Flugzeugen stärken. Für zehn der neuen Maschinen sei die Finanzierung gesichert.

          Mit dem Einstieg von Helmig sei nun auch die Gesellschafterstruktur der dba geregelt, sagte Aufsichtsratschef Hans-Rudolf Wöhrl. Im vergangenen Jahr mußte das Unternehmen einen 64-Prozent-Anteil von dem inzwischen verstorbenen Germania-Eigner Hinrich Bischoff wieder zurücknehmen. Dieses Paket wurde von den bisherigen Anteilseignern aufgekauft, anschließend Helmig beteiligt. Im Zuge der gesamten Transaktion stockte Wöhrl seinen Anteil auf 59,9 Prozent von 28,8 Prozent auf.

          Finanzieller Schub für die zweitgrößte deutsche Airline

          Schon seit längerem wurde in der Branche darüber spekuliert, dass die dba finanziellen Schub benötigt. Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender Wöhrl hatte dabei stets betont, den laufenden Betrieb auch ohne einen Investor abwickeln zu können.

          Mittlerweile ist die dba mit 29 Flugzeugen im innerdeutschen Verkehr zweitstärkste Fluggesellschaft nach der Lufthansa. Für das laufende Geschäftsjahr (zum 31. März) rechnet dba mit einem Umsatz von 400 Millionen Euro und und einem 40-prozentigen Anstieg der Fluggästezahl auf 4,3 Millionen. Im kommenden Jahr will die Gesellschaft 5,5 Millionen Passagiere befördern.

          Höhere Beteiligung nicht ausgeschlossen

          „Ich bin immer schon gerne mit der dba geflogen, lieber als mit anderen“, sagte Helmig zu seinen Beweggründen für den Einstieg bei der Fluglinie. Helmig hatte 1994 die Helios Kliniken gegründet. Im Dezember 2005 verkaufte er seinen Anteil für 1,5 Milliarden Euro an die Fresenius AG.

          Lediglich einen kleinen Teil seines Vermögens habe er in der Aton GmbH geparkt. „Damit leiste ich mir hobbymäßig Beteiligungen“, sagte er. Bei entsprechend gutem Geschäftsverlauf schloß er eine Erhöhung seiner Beteiligung bei der dba nicht aus. Pläne, sein Engagement in der Luftfahrt auszubauen und bei Air Berlin einzusteigen, habe er nicht.

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