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Lokführer : Rat des Arbeitsrichters

Gegner vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt: GDL-Chef Claus Weselsky (l) begrüßt den Leiter der Abteilung Arbeitsrecht der Deutschen Bahn, Michael Fritz Bild: dpa

Die Lokführer beenden ihren Streik schon am Samstagabend. Im Kern aber bewegt sich GDL-Chef Claus Weselsky keinen Zentimeter.

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          Der Lokführer-Anführer Claus Weselsky lässt sich auch von gestandenen Arbeitsrichtern nicht zum Verhandeln mit der Deutschen Bahn überreden. Alle Vergleichsangebote hat die Lokführergewerkschaft GDL wieder ausgeschlagen. Weselskys Strategie ist aus seiner Sicht verständlich. Schließlich haben jetzt zwei Instanzen im Eilverfahren festgestellt, dass der aktuelle GDL-Streik ganz rechtmäßig ist.

          Nur Weselskys Gnade verdanken es die Deutschen, dass der Ausstand verkürzt und das Mauerfall-Gedenken am 9. November verschont wird. Für die Bahn kommt die Niederlage nicht unerwartet.

          Nach den schlechten Erfahrungen in früheren Arbeitskämpfen hatte sie sich ohnehin kaum Chancen ausgerechnet, die Lokführer per Gerichtsbeschluss stoppen zu können. Sie musste aber den Rechtsweg ausschöpfen, um zu zeigen, dass sie alles tut, um den Streik abzuwenden. Denn auf die Bahn werden hohe Regressforderungen der Kunden zukommen.

          Frustriert muss der Vorstand erkennen, dass sich Weselsky im Kern keinen Zentimeter bewegt. Doch wer verbohrt ist, kommt nicht voran. Auch der Richter, der den Streik am Freitag nicht stoppte, kennt nur einen Rat: Verhandeln, verhandeln, verhandeln.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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