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Verbraucherpreise : Nahrungsmittel treiben Inflationsrate im Mai

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Die Inflation im Jahresvergleich wird zunehmend von höheren Nahrungsmittelpreisen beeinflusst Bild: dpa

Getrieben von steigenden Nahrungsmittelpreisen hat sich die jährliche Inflationsrate im Mai auf 1,5 Prozent erhöht. Seit Jahresbeginn verteuern sich Lebensmittel damit deutlich stärker als sonstige Waren oder Dienstleistungen.

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          Höhere Nahrungsmittelpreise haben im Mai die Inflation in Deutschland wieder steigen lassen. Die Inflationsrate erhöhte sich auf 1,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis endgültiger Berechnungen mitteilte und damit erwartungsgemäß die erste Schätzung bestätigte. Im April war die Rate auf 1,2 Prozent gefallen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Mai um 0,4 Prozent.

          Im Mai kletterten die Nahrungsmittelpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent, dabei waren vor allem Gemüse, Obst und Speisefett teurer als im Vorjahr. Nahrungsmittel bestimmen nach Darstellung der Statistiker zunehmend die Teuerungsrate: Bereits seit Januar 2012 liegen die Teuerungsraten für Nahrungsmittel jeden Monat über der Gesamtteuerung.

          Teure Lebensmittel und teure Glücksspiele

          Im Mai erhöhten sich die Nahrungsmittelpreise um 5,4 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Bedeutung der Energiepreise für die Inflationsrate nimmt unterdessen ab. Der monatliche Anstieg der Gesamtpreise geht neben teureren Lebensmitteln auf Preissteigerungen bei Glücksspielen und Pauschalreisen zurück.

          Die Energiepreise lagen im Mai um 1,6 Prozent höher als im Mai 2012, wobei sich Strom deutlich verteuerte, während die Preise für Benzin, Diesel und Heizöl im Jahresvergleich zurückgingen.

          Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland hat sich im Mai gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Prozent erhöht. Damit wurde die erste Schätzung von Ende Mai um 0,1 Prozentpunkt nach unten korrigiert. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,3 Prozent, womit die erste Meldung bestätigt wurde.

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