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Angst vor Pferdefleisch : Deutsche kaufen weniger Tiefkühl-Lasagne

  • Aktualisiert am

Fertiggegessen: Tiefkühl-Lasagne Bild: dapd

Deutschlands Verbraucher reagieren auf den Pferdefleisch-Skandal und kaufen weniger Tiefkühl-Lasagne. Stattdessen kaufen sie jetzt Tiefkühl-Fisch.

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          Nach dem Skandal um beigemischtes Pferdefleisch in Fertiggerichten ist die Nachfrage nach den betroffenen Produkten in Deutschland deutlich zurückgegangen. Im März seien 15,2 Prozent weniger Tiefkühl-Lasagne und Tiefkühl-Cannelloni als noch ein Jahr zuvor verkauft worden, berichtete der „Focus“ am Samstag vorab unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen GfK.

          Im Februar habe das Minus noch vier Prozent im Vorjahresvergleich betragen. Ausgewichen sind die Verbraucher demnach offenbar auf Tiefkühl-Fisch: Der Absatz dieser Gerichte habe im März doppelt so hoch gelegen wie im Vorjahresmonat.

          Seit Mitte Februar waren zahlreiche Rindfleisch-Fertigprodukten wegen darin gefundenen Pferdefleisches zurückgerufen worden. Bei EU-weiten Tests fanden die Kontrolleure in fast jedem 20. Rindfleisch-Fertigprodukt Spuren davon.

          Die Vorfälle hatten das Vertrauen in Fertigprodukte erschüttert, zahlreiche Supermärkte und auch das Möbelhaus Ikea räumten zumindest vorübergehend Produkte aus den Regalen.

          Pferdefleisch ist an sich nicht ungesund. Im Zuge des Skandals war es aber zu Befürchtungen gekommen, dass auch explizit nicht zum Verzehr gedachte Tiere durch den Fleischwolf gedreht werden. In 0,5 Prozent der Proben ließ sich ein für Menschen gefährliches Schmerzmittel nachweisen.

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