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Landwirtschaft : Ein Sieg für den Gen-Mais

  • -Aktualisiert am

In Europa wird wohl bald eine zweite genveränderte Maissorte zum Anbau zugelassen. Was die einen rasend macht, sehen andere als Etappensieg der Vernunft.

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          Nach fünfzehn Jahren dürfte die EU, nachdem Deutschland sich enthielt, bald eine zweite genveränderte Maissorte zum Anbau zulassen. Der Hersteller Pioneer musste darauf zwölf Jahre warten und klagen.

          Sein Mais 1507 ist derweil in Amerika lang erprobt. Dort ernten fast alle Bauern solche Pflanzen, die das aus Bakterien eingekreuzte Insektizid Bt enthalten.

          In Deutschland ist der Kulturkampf neu aufgeflammt: Befürworter preisen die Chancen, weisen zurecht auf drastisch reduzierten Pestizid- und Dieselverbrauch für den Pflanzenbau hin und singen das Loblied der Ressourceneffizienz.

          Die Gegner sehen eine „Arroganz westlicher Wissenschaft“, die der Komplexität der Natur nicht gerecht werde, und drohen mit „Krieg in den Dörfern“.

          Seriöse Studien finden kaum Belege für die gefühlten Risiken für Mensch und Schmetterling. Einzelne EU-Staaten können den Genmais-Anbau weiter verbieten. In Deutschland ist er noch lange nicht angekommen. In der amerikanischen Heimat der Genlobby regt er kaum noch jemanden auf. Da kündigen sich neue Kreationen an: Vitamin-angereicherte, trockenresistente Pflanzen.

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