https://www.faz.net/-gqe-7m333

Landesbank Baden-Württemberg : Die nächsten Banker stehen vor Gericht

  • Aktualisiert am

Die ehemalige LBBW-Chefs Siegfried Jaschinski (l.) und Michael Horn am Donnerstag im Landegericht Stuttgart Bild: dpa

Den ehemaligen Chefs der Landesbank Baden-Württemberg wird der Prozess gemacht: Sie sollen verschleiert haben, wie schlecht es dem Geldhaus ging. Es wurde mit 5 Milliarden Euro gerettet.

          Der nächste Prozess gegen führende Finanzmanager beginnt: Ab heute steht der ehemalige Vorstand der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) steht wegen Geschäften vor der Beinahe-Pleite des Instituts im Jahr 2009 vor Gericht.

          Die Staatsanwaltschaft wirft den sieben Bankmanagern sowie zwei Wirtschaftsprüfern Bilanzfälschung vor. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu drei Jahren Haft. Die Angeklagten rund um den im Jahr 2009 abgetretenen LBBW-Chef Siegfried Jaschinski weisen die Vorwürfe zurück.

          24 Verhandlungstage bis August

          Die Eigentümer der Landesbank - das Land Baden-Württemberg, die dortigen Sparkassen und die Stadt Stuttgart - haben die Bank in der Finanzkrise mit fünf Milliarden Euro vor dem Untergang bewahrt. Die Staatsanwaltschaft wirft den Vorständen vor, in den Jahren zuvor die wahre Lage des staatlichen Geldhauses verschleiert zu haben.

          Die Manager sind dagegen der Ansicht, sich stets an geltendes Recht gehalten und die Lage der Bank korrekt dargestellt zu haben. Wer sich vor der 14. Großen Wirtschafs-Strafkammer des Landegerichts Stuttgart durchsetzt, werden nach Einschätzung von Experten am Ende wohl Gutachter entscheiden. Bis Ende August sind 24 Verhandlungstage angesetzt.

          Der Prozess ist eine von mehreren juristischen Auseinandersetzungen, in denen um die Verantwortung für Fehlverhalten vor oder während der Finanzkrise geschritten wird. Auch ehemalige Manager der Bayern LB, der HSH Nordbank und der Mittelstandsbank IKB mussten sich schon vor Gericht verantworten. Gegen Manager der Deutschen Bank und anderer Häuser laufen Ermittlungsverfahren.

          Weitere Themen

          Huawei-Bann wieder gelockert Video-Seite öffnen

          90 Tage Zeit : Huawei-Bann wieder gelockert

          Im Streit um den Ausschluss des Netzausrüsters Huawei vom amerikanischen Markt hat die amerikanische Regierung einen Aufschub von drei Monaten für Technologieexporte an das chinesische Telekommunikationsunternehmen gewährt.

          Ford streicht 7000 Stellen Video-Seite öffnen

          Sanierungsprogramm : Ford streicht 7000 Stellen

          Durch den Sparkurs sollen pro Jahr etwa 600 Millionen Dollar eingespart werden. Neben dem Abbau Tausender Stellen sind auch Werksschließungen nicht ausgeschlossen.

          Topmeldungen

          Österreich und die FPÖ : Es hat noch nie bis zum Ende gehalten

          Nach dem Ibiza-Skandal hat die FPÖ Heinz-Christian Strache schnell fallenlassen. An Herbert Kickl hält sie hingegen auf Gedeih und Verderb fest. Das vertieft einen schon lange existierenden Makel.

          Formel-1-Legende : Niki Lauda ist tot

          Niki Lauda ist gestorben: Der Österreicher wurde 70 Jahre alt. Nicht nur als Rennfahrer in der Formel 1 feierte der dreimalige Weltmeister Erfolge.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.