https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/krankschreibungen-erreichen-hoechststand-in-2016-laut-dak-report-14369657.html

Gesundheit : Krankschreibungen erreichen Höchststand

  • Aktualisiert am

Meistens muss spätestens nach drei Tagen die Krankschreibung beim Arbeitgeber vorliegen. Bild: dpa

Sind die Deutschen krank wie nie zuvor? Verantwortlich für den hohen Krankenstand sind aber nicht nur Rückenschmerzen.

          1 Min.

          Die Krankschreibungen in Deutschland haben nach Angaben der DAK-Gesundheit im ersten Halbjahr 2016 eine neue Rekordmarke erreicht. In diesem Zeitraum betrug der Krankenstand 4,4 Prozent. Er lag damit um 0,3 Prozentpunkte höher als im ersten Halbjahr 2015. Mehr als jeder dritte Berufstätige (37 Prozent) wurde demnach mindestens einmal krankgeschrieben. Im Durchschnitt dauerte eine Erkrankung 12,3 Tage. Im Vorjahreszeitraum waren es 11,7 Tage, so die Analyse der DAK-Gesundheit.

          Insgesamt ließen sich mehr als die Hälfte aller Fehltage auf drei Krankheitsarten zurückführen, so die DAK. An erster Stelle stünden Rückenleiden und andere Muskel-Skelett-Erkrankungen. Jeder fünfte Fehltag wurde damit begründet (22 Prozent). Männer seien etwas häufiger betroffen als Frauen. Danach folgen Krankheiten des Atmungssystems mit 17 Prozent Anteil am Gesamtkrankenstand. Nach einer starken Erkältungswelle zu Beginn des vergangenen Jahres hatten Husten, Schnupfen und Heiserkeit im ersten Halbjahr 2015 noch einen Anteil von 20,4 Prozent am Krankenstand. 2016 sank denn auch die Zahl der Ausfalltage entsprechend um neun Prozent.

          Der Anteil der psychischen Erkrankungen am Krankenstand erhöhte sich auf 16 Prozent. Im Vergleichszeitraum 2015 waren es 15 Prozent. Frauen fehlten mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen fast doppelt so häufig wie Männer. Die Betroffenen fielen besonders lange aus: im Durchcchnitt 35 Tage. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer von psychischen Erkrankungen übertraf somit sogar die von Krebserkrankungen mit durchschnittlich 32 Tagen.

          „Safer Internet Day“ : Maas zur Gesundheitskontrolle durch Fitness-Tracker

          Berufstätige in den östlichen Bundesländern waren den Angaben zufolge mit einem Krankenstand von 5,5 Prozent häufiger und länger krankgeschrieben als im Vorjahreszeitraum (5,0 Prozent). Im Westen sei der Krankenstand mit 4,2 Prozent deutlich niedriger gewesen. Das wirke sich auf die Anzahl der Fehltage aus: Im Osten seien 32 Prozent mehr Ausfalltage dokumentiert worden als im Westen. Auf 100 Versicherte kamen demnach im Osten 1000 Fehltage, im Westen 758 Fehltage.

          Frauen sind nach einer Studie der Krankenkasse DAK aus dem vergangenen Jahr häufiger krank als Männer. Der Krankenstand 2015 14 Prozent höher. Demnach fehlten täglich 44 von 1000 Frauen bei der Arbeit, bei Männern waren es 39.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Für SPD-Kanzler Olaf Scholz wird das regieren in der Ampel mit dem Ergebnis der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen wohl nicht einfacher.

          Nach der Wahl in NRW : Schieflage für Scholz

          Läuft es nun in Kiel und Düsseldorf auf schwarz-grüne Koalitionen hinaus? Das würde die Grünen vom Berliner Bündnis entfernen. Die FDP stünde vor einem Scherbenhaufen – und sogar Merz müsste bangen.
          Grund zum Jubeln: Die Grünen-Spitzenkandidatin Mona Neubaur freut sich mit ihren Parteifreunden über die ersten Prognosen bei der NRW-Landtagswahl.

          Grüne in NRW : So stark wie nie. Und jetzt?

          Ihr Wahlerfolg ist für die Grünen in Nordrhein-Westfalen ein großer Triumph, aber auch eine Bürde. Nicht nur ihre Spitzenkandidatin Mona Neubaur muss jetzt Farbe bekennen.
          Erdogan beim NATO-Gipfel in Brüssel

          Streit in der NATO : Der Diktator in den eigenen Reihen

          Die NATO muss das Veto der Türkei gegen die Aufnahme Schwedens und Finnlands überwinden. Das geht vermutlich nur mit moralisch zweifelhaften Angeboten an Ankara.
          Vermieter müssen Heizkörper auf Funktechnik umrüsten.

          Neue Heizkostenverordnung : Smarte Zähler werden Pflicht

          Funktechnik kann Mietern monatlich Daten zu ihrem Energieverbrauch liefern. Das soll zum Sparen motivieren. Zunächst aber profitieren die Messdienstleister. Der Eigentümer zahlt, wenn es schlecht läuft, drauf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Kapitalanalge
          Erzielen Sie bis zu 5% Rendite
          Sprachkurse
          Lernen Sie Englisch
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis