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Kosten der Energiewende : Ökostrom-Umlage steigt auf 5,3 Cent

  • Aktualisiert am

Windräder in Nordfriesland Bild: dpa

Auf die Verbraucher kommen wegen der Förderung erneuerbarer Energien im kommenden Jahr Mehrkosten zu. Die Ökostrom-Umlage soll von knapp 3,6 Cent auf rund 5,3 Cent je Kilowattstunde steigen. Das sind rund 30 bis 70 Euro mehr jährlich je Haushalt.

          Die Ökostrom-Umlage wird 2013 nach Angaben aus Regierungskreisen auf rund 5,3 Cent  je Kilowattstunde steigen. Das berichten mehrere Nachrichtenagenturen übereinstimmend. Offiziell soll die Zahl am kommenden Montag bekanntgegeben werden. In Branchenkreisen hieß, die Zahl stehe aber jetzt schon fest, Veränderungen seien unwahrscheinlich.

          Die Umlage steigt von bisher 3,59 Cent, weil immer mehr Strom aus Wind, Wasser und Sonne produziert wird. Damit drohen Haushalten wegen der Ökostrom-Förderung jährliche Mehrkosten von 30 bis 70 Euro. Ein Haushalt mit 4 Personen, der 4000 Kilowattstunden im Jahr verbraucht, muss beispielsweise 68 Euro mehr bezahlen. Bei einem Single-Haushalt mit einem Verbrauch von 1600 Kilowattstunden jährlich sind es noch rund 27 Euro.

          Die Erhöhung der Umlage gilt als Politikum, weil Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Zuge der Energiewende 2011 betont hatte, die Umlage solle auf dem bisherigen Niveau stabilisiert werden. EU-Energiekommissar Günther Oettinger erwartet in den kommenden Jahren einen weiteren Anstieg. Inklusive Mehrwertsteuer könne der Wert sogar auf über neun Cent klettern.

          Der Ökostrom wird den Produzenten zu garantierten Preisen abgenommen, die über den Markttarifen liegen. Die Differenz wird über die Umlage von den Verbrauchern bezahlt.

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