https://www.faz.net/-gqe-7wb2t
 

Mieten : Irrweg Preiskontrolle

  • -Aktualisiert am

Vermieter laufen Sturm gegen die geplante Mietpreisbremse. Sie haben eine Verfassungsbeschwerde angekündigt. Tatsächlich ist die Preisbremse ein Irrweg.

          1 Min.

          Politiker und Verbände bezeichnen gern als verfassungswidrig, was ihnen nicht in den Kram passt. Das gehört zum täglichen Geschäft, zumal sich aus dem knappen Text des Grundgesetzes für beinahe alles Argumente herauslesen lassen. Was die Karlsruher Verfassungshüter zu der Klage sagen werden, die die Immobilienbranche jetzt angekündigt hat, ist aber durchaus offen. Schließlich gibt es kein Grundrecht darauf, in einem besonders hippen Stadtteil zu wohnen.

          Arbeitslosen mutet der Staat einen täglichen Weg von mehreren Stunden zu, um keine Sozialleistungen zahlen zu müssen. Warum sollen dann Vermieter durch eine staatliche Preiskontrolle ausbaden, wenn jemand in Charlottenburg statt in Moabit wohnen will? Zumal die Immobilieneigner meist keine gewerblichen Miethaie sind, sondern Privatleute mit ein, zwei oder drei Wohnungen für die eigene Altersvorsorge.

          Wer ein Obdach sucht, wird von der Deckelung vor allem eins zu spüren bekommen: Noch mehr Interessenten dürften sich künftig um frei werdende Wohnungen in „begehrten Lagen“ drängeln, weil diese eher erschwinglich sind. Die Preisbremse ist und bleibt ein Irrweg. Stattdessen gilt: Neue Wohnungen braucht das Land!

          Weitere Themen

          Der wahre Preis eines Cookies

          Was unser Essen kostet : Der wahre Preis eines Cookies

          Das Ernährungssystem muss nachhaltig werden. Das bedeutet, versteckte Kosten sichtbar zu machen. Woraus sie bestehen – und warum Unternehmen sie schon aus Eigeninteresse berücksichtigen sollten.

          Topmeldungen

          Hatte einmal mehr keinen leichten Tag: Armin Laschet

          Laschet und die Union : Machtprobe

          Ein turbulenter Tag für die Union: CSU-Chef Söder spricht Scholz die besten Chancen aufs Kanzleramt zu – und Laschet verhindert eine Kampfkandidatur in der Fraktion.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.