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Mieten : Irrweg Preiskontrolle

  • -Aktualisiert am

Vermieter laufen Sturm gegen die geplante Mietpreisbremse. Sie haben eine Verfassungsbeschwerde angekündigt. Tatsächlich ist die Preisbremse ein Irrweg.

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          Politiker und Verbände bezeichnen gern als verfassungswidrig, was ihnen nicht in den Kram passt. Das gehört zum täglichen Geschäft, zumal sich aus dem knappen Text des Grundgesetzes für beinahe alles Argumente herauslesen lassen. Was die Karlsruher Verfassungshüter zu der Klage sagen werden, die die Immobilienbranche jetzt angekündigt hat, ist aber durchaus offen. Schließlich gibt es kein Grundrecht darauf, in einem besonders hippen Stadtteil zu wohnen.

          Arbeitslosen mutet der Staat einen täglichen Weg von mehreren Stunden zu, um keine Sozialleistungen zahlen zu müssen. Warum sollen dann Vermieter durch eine staatliche Preiskontrolle ausbaden, wenn jemand in Charlottenburg statt in Moabit wohnen will? Zumal die Immobilieneigner meist keine gewerblichen Miethaie sind, sondern Privatleute mit ein, zwei oder drei Wohnungen für die eigene Altersvorsorge.

          Wer ein Obdach sucht, wird von der Deckelung vor allem eins zu spüren bekommen: Noch mehr Interessenten dürften sich künftig um frei werdende Wohnungen in „begehrten Lagen“ drängeln, weil diese eher erschwinglich sind. Die Preisbremse ist und bleibt ein Irrweg. Stattdessen gilt: Neue Wohnungen braucht das Land!

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