https://www.faz.net/-gqe-87ebp
 

Kommentar : Auftrag an die Politik

  • -Aktualisiert am

Die 30- bis 59-jährigen Deutschen fühlen sich pudelwohl, zeigt eine repräsentative Umfrage. Dennoch darf sich Politik und Wirtschaft nicht auf der gegenwärtig guten Lage ausruhen.

          1 Min.

          Dass Deutschland ein außerordentlich lebenswertes Land ist, kann man nicht nur an den vielen Asylbewerber ablesen, die es hierher zieht. Auch neun von zehn Deutschen im mittleren Alter bewerten die Lebensqualität hierzulande als gut oder sehr gut, wie eine repräsentative Allensbach-Umfrage zeigt. Soweit so erfreulich.

          Was nachdenklich stimmt: Fast jeder Zweite hat Zweifel, dass die Vorsorge für den Lebensabend reichen wird. Unter den ärmeren und weniger gebildeten Menschen sagen das sogar zwei Drittel. Noch ein Widerspruch: Ganz oben auf der Liste der Wünsche der Mitte der Gesellschaft stehen niedrigere Steuern und Abgaben. Zugleich will aber auch eine Mehrheit die Unterschiede zwischen Arm und Reich verringern und das Bildungssystem weiter verbessern.

          Nur schwer zu vereinbarende Wünsche kann man den Leuten nicht vorwerfen. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich und hat das Recht zu Träumen. Aber das Ergebnis kann auch als Weckruf für die Politik verstanden werden, sich nicht auf der gegenwärtig wirtschaftlich guten Lage auszuruhen. Doch auch die Wirtschaft ist weiter gefordert, trauen die Deutschen ihr doch mehr zu als der Politik.

          Weitere Themen

          Preisrekorde gefährden Green Deal

          Energie : Preisrekorde gefährden Green Deal

          Strom und Gas sind so teuer wie lange nicht. Für die EU-Kommission kommt das zur Unzeit – und einige Länder haben schon Notfallpläne verabschiedet.

          Topmeldungen

          Hans-Georg Maaßen trifft Thilo Sarrazin (r), früheres SPD-Mitglied und Politiker, bei einer Wahlkampfveranstaltung im Saal Simson des Congress Centrum Suhl.

          Maaßen und Sarrazin : Wahlkampf der alten Männer

          In Suhl diskutiert CDU-Kandidat Hans-Georg Maaßen mit dem früheren SPD-Mitglied Thilo Sarrazin. Dabei geht es weniger um Inhalte und vielmehr um die persönliche Kränkung der beiden.
          SPD-Dynastie: Familie Siebel im „stadtbauraum“, einer Veranstaltungsstätte  am früheren Kohleschacht Oberschuir in Gelsenkirchen.

          Politische Prägung : Wählen wie die Eltern

          Welcher Partei wir bei einer Wahl unsere Stimme geben, hängt auch mit der Prägung durch das Elternhaus zusammen. Oder gerade nicht? Drei Ortsbesuche.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.