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Kommentar : Falsche Versprechen

  • -Aktualisiert am

Viele Mietverträge weisen falsche Wohnungsgrößen aus. Der Bundesgerichtshof hat nun über die Folgen geurteilt. Zu viel sollten sich insbesondere Mieterschützer nicht versprechen.

          Manchmal ist die Justiz schneller als die Politik. Gerade will die Koalition die Rechtsregeln zur Berechnung von Wohnungsflächen reformieren, da schafft der Bundesgerichtshof Klarheit, ein wenig jedenfalls. Der Richterspruch sorgt auch für mehr Gerechtigkeit: Mieter müssen nicht mehr hinnehmen, wenn ihnen der Vermieter bis zu 10 Prozent zu viel Platz in ihrer Behausung verspricht. Im umgekehrten (selteneren) Fall gilt das aber auch.

          Trotzdem hat sich das Vorhaben von Union und SPD, die Berechnungsvorschriften zu bereinigen, nicht völlig erledigt, denn die Gesetzesbestimmungen hierfür sind zu allem Überfluss auch noch unterschiedlich. Wenn der Bundestag mehr Einheitlichkeit hinein bringt, erleichtert er das Leben aller Beteiligten.

          Zu viel sollten sich davon aber insbesondere die Mieterschützer nicht versprechen. Die Ausmessung einer Immobilie mit all ihren Nischen oder Schrägen ist eine Wissenschaft für sich. Niemandem ist damit gedient, wenn er für 1000 Euro einen Gerichtsgutachter bestellt, nur um hinterher jeden Monat 5 Euro Nebenkosten zu sparen. Ohnehin wird der Immobilienmarkt von kleinen Privatvermietern beherrscht. Das sind zumeist keine trickreichen Beutelschneider.

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