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Kommentar : Sinkende Rendite

So mancher Arbeitnehmer fragt sich beim Blick auf den Gehaltszettel, ob er ein Äquivalent dessen, was ihm Monat für Monat für die Rentenversicherung abgezogen wird, dereinst zurückbekommen wird in Form von Rentenzahlungen.

          So mancher Arbeitnehmer fragt sich beim Blick auf den Gehaltszettel, ob er ein Äquivalent dessen, was ihm Monat für Monat für die Rentenversicherung abgezogen wird, dereinst zurückbekommen wird in Form von Rentenzahlungen. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat diese Sorgen kürzlich aufgegriffen und gewarnt, daß das Rentensystem bei einer "negativen Rendite" die Grenze der Verhältnismäßigkeit zwischen Beitrag und Leistung verletzen könnte. Die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) wirbt nun für ihr Produkt "gesetzliche Rente" mit dem Hinweis, nach neuesten Berechnungen werde die Rendite auch im Jahr 2040 noch bei rund drei Prozent liegen. Umstritten sind solche Prognosen immer. Doch fällt auf, daß sich selbst nach dieser vermutlich eher optimistisch gefärbten Schätzung die Rendite der heute Dreißigjährigen im Vergleich zu denen, die 1997 in Ruhestand gegangen sind, schon annähernd halbiert. Zudem berücksichtigt die BfA beim Blick in die Zukunft nur 80 Prozent der Beiträge zur Altersrente; 20 Prozent klammert sie als Beitrag zur Absicherung von Erwerbsminderung und Hinterbliebenen aus. Damit verstärkt sich der Eindruck, daß die gesetzliche Rente gegenüber anderen Anlageformen bei der Rendite weiter ins Hintertreffen gerät. Papiers Befürchtungen sind nicht aus der Welt.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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