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Kommentar : Richtige Zuwanderung

Die Bundesregierung will qualifizierten Fachkräften die Zuwanderung erleichtern. Das ist auch in Zeiten der Flüchtlingskrise vernünftig.

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          Die Flüchtlingskrise hat in Europa die Debatte über richtige und falsche Zuwanderung neu angefacht. Zu Recht verweisen die Kritiker einer überbordenden (deutschen) Willkommenskultur darauf, dass sich viele Flüchtlinge nicht so reibungslos in Arbeitsmarkt und Wirtschaftsleben integrieren lassen, wie mancher in Berlin und Brüssel das gerne hätte. Es wäre jedoch ein großer Fehler, wenn Europa sich deshalb jedweder Zuwanderung verschlösse.

          Die EU braucht qualifizierte Zuwanderer, wenn sie angesichts des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels in vielen Zukunftsbranchen international wettbewerbsfähig bleiben will – auch wenn sich durch Zuwanderung allein keines dieser Probleme lösen lässt. Es ist deshalb richtig, wenn die EU-Kommission die erfolglose „Blue Card“ für Fachkräfte aus Drittstaaten überarbeiten will. Bisher ist diese für kluge Köpfe, welche die Wahl zwischen den Vereinigten Staaten oder Kanada und der EU haben, schlicht zu unattraktiv.

          Auch die Öffnung für anerkannte Flüchtlinge ist sinnvoll, um ihr Potential für die Wirtschaft zu nutzen. Nur einen Fehler sollte niemand machen: zu glauben, dass sich damit der Migrationsdruck mindern ließe.

          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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