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Kommentar : Mehr Gelassenheit

  • -Aktualisiert am

An den Finanzmärkten ist die Nervosität groß, im Falle eines Brexits könnte es auch turbulent werden. Doch die Notenbanken sollten jetzt keine Furcht vor dem Unbekannten schüren.

          Niemand weiß, was passiert, wenn die Briten nächste Woche für den Ausstieg aus der EU stimmen sollten. Einen Plan B hat Brüssel nicht, am Morgen nach dem Referendum sollen die sechs Gründungsstaaten ein Bekenntnis zur EU abgeben. Das wird niemanden an den Finanzmärkten beeindrucken.

          Dort ist die Nervosität groß, im Falle eines Brexits werden ein Kurssturz des Pfunds befürchtet, Börsenturbulenzen und sogar eine Rezession für möglich gehalten. Natürlich müssen Notenbanken wie üblich Krisenliquidität bereithalten. Doch sie sollten keine Furcht vor dem Unbekannten schüren, nicht, weil sie Partei für eine Seite ergreifen könnten, sondern weil sie andere Aufgaben haben und keine unerfüllbaren Erwartungen wecken sollten.

          Das Votum der Briten ist eine politische Entscheidung weit außerhalb der Geldpolitik. Darauf müssen Politiker Antworten finden. Soll es danach mehr oder weniger Integration geben? Werden andere Länder folgen?

          Drohungen wie „in is in“ und „out is out“ helfen bei einer Scheidung nicht weiter, will man keinen Rosenkrieg. Auch kein „whatever it takes“ der Zentralbank, wenn die EZB das Glaubwürdigkeitsloch nicht noch tiefer buddeln möchte, in dem sie steckt.

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