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Kommentar : Mauer im Kopf

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto Bild: dpa

Die außergewöhnliche Respektlosigkeit, mit der Donald Trump Mexiko und seine Regierung behandelt, ist bemerkenswert und lehrreich für andere Länder. Deutschland sei gewarnt.

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          Die außergewöhnliche Respektlosigkeit, mit der der amerikanische Präsident Donald Trump Mexiko und seine Regierung behandelt, ist bemerkenswert und lehrreich für Länder, die sich als gute Freunde und Geschäftspartner der Vereinigten Staaten sehen. Deutschland sei gewarnt.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Trump verlangt, dass Mexiko für eine Mauer zahlt, die das Land nicht will. Er sieht das offenbar als gerechte Entschädigung für den Exportüberschuss, den Mexiko mit den Vereinigten Staaten erzielt.

          Was eine Mauer mit Handelsbeziehungen zu tun haben soll, erschließt sich nicht. Der Überschuss ist ja kein Ergebnis illegaler Schmuggelei, die mit Grenzbefestigungen verhindert würde. Warum Mexiko für einen Exportüberschuss überhaupt bestraft werden soll, erschließt sich noch weniger. Handel entsteht, wenn zwei Parteien Deals vereinbaren, die sie beide als vorteilhaft ansehen. Keiner muss sich dafür entschuldigen.

          Doch die Vorstellung, dass der Zauber des Handels in der permanenten Produktion von Win-Win-Situationen liegt, will nicht in den Kopf dieses Präsidenten. Sollte er das Freihandelsabkommen mit Mexiko aufkündigen, verlieren beide. Die interessante Frage lautet, wem Trump dann die Schuld geben wird.

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