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Kommentar : Macho fürs Weiße Haus

Donald Trump muss fähig sein, eine unbelastete Kommunikation mit starken Persönlichkeiten wie Angela Merkel oder Theresa May zu führen. Er hat abermals gezeigt, dass er das nicht hinbekommt.

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          Jeder Präsident der Vereinigten Staaten ist mit einer Arbeitswelt konfrontiert, in der Frauen eine machtvolle Rolle spielen und respektvollen Umgang erwarten. Er muss daher im Interesse seines Landes fähig sein, eine unbelastete Kommunikation mit starken Persönlichkeiten wie Angela Merkel, Theresa May oder Christine Lagarde zu führen.

          Der Republikanische Kandidat Donald Trump hat in der Fernsehdebatte abermals gezeigt, dass er dieser Anforderung nicht gerecht wird. 51 Mal ist Trump Hillary Clinton ins Wort gefallen, 17 Mal hat die Demokratin den Republikaner unterbrochen.

          Das ist Ausdruck einer Respektlosigkeit, die Amerikas konservative weiße Vorstadtfrauen mit Missfallen zur Kenntnis nehmen werden. Sie aber muss Trump unbedingt gewinnen, will er ins Weiße Haus einziehen.

          Dass Männer Frauen häufiger in Wort fallen als umgekehrt mag ein Klassiker sein. Er wird allerdings immer weniger toleriert. Mit den starken Frauen kommt eine Subtilität in die Kommunikation, für die dem Macho aus Manhattan der Wahrnehmungsapparat fehlt. So konnte er vorgeführt werden als ein Mann, der sein Temperament nicht im Griff und von Details keine Ahnung hat.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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