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Kommentar : Holland wundert sich

Niederländer überrascht die hohe Aufmerksamkeit, die der Protest-Politiker Geert Wilders im Ausland bekommt. Gleiches gilt für die neulich in Auftrag gegebene Euro-Überprüfung.

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          Niederländer, welche die ausländische Berichterstattung über ihr Land verfolgen, wundern sich. Es gibt außerhalb ihrer Grenzen nur noch ein Thema: den Protest-Politiker Geert Wilders.

          Eine heimische Zeitung schreibt über all die internationalen Reporter, die jetzt in Almere auf dem Markt herumlaufen und Leute befragen: Die Stadt ist eine Hochburg von Wilders‘ Partei PVV. Sie liegt – passend zu einem Klischee über das Land – auch noch in Flevoland, jener jüngsten aller Provinzen, welche die Niederlande dem Meer abgerungen haben.

          Die Aufmerksamkeit für Wilders ist weit überproportional zu jener, die der Politiker im eigenen Land bekommt. Die Umfragen billigen ihm derzeit nicht einmal ein Fünftel der Stimmen zu.

          Aber Wilders steht für einen europäischen Trend, der einwanderungs- und euroskeptische Politiker im Aufwind sieht. Deswegen schauen so viele gebannt auf diesen Mann und seine Themen.

          Kürzlich hat ein Oppositionspolitiker im Parlament beantragt, ein Beratungsorgan der Regierung möge die Europolitik untersuchen. Im Land erregt das kaum Aufmerksamkeit, aber im Ausland spitzt man die Ohren. Das zeigt, wie sensibel das Thema Euro ist.

          Klaus Max Smolka

          Redakteur in der Wirtschaft.

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