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Carsten Knop

Kommentar : Die WM gehört nicht nach Qatar

  • -Aktualisiert am

In einem Land wie Qatar hat die Fußball-WM nichts zu suchen, auch nicht im November und Dezember. Hier ist der Kommerz-Gedanke viel zu weit gediehen.

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          Der Präsident des Deutschen Fußball-Bunds, Reinhard Grindel, hat völlig recht: Große Turniere wie die Fußball-Weltmeisterschaft sollten nicht mehr in Ländern gespielt werden, die aktiv den Terror unterstützten.

          Auch einen Boykott der WM im Jahre 2022 in Qatar schloss er nicht aus. Das hat gar nichts mit der jüngsten diplomatischen Krise um das Land zu tun. Gerade in Westeuropa wird die Veranstaltung mit Korruption und Menschenrechtsverletzungen verbunden – und dafür gibt es berechtigte Gründe.

          Nun könnte man argumentieren, dass die WM zur Öffnung des Emirates beiträgt und sich die Arbeitsbedingungen auf den Baustellen verbessert haben. Aber das allein reicht nicht. In einem Land wie Qatar hat die WM nichts zu suchen, und im November und Dezember hat sie nichts verloren. Hier ist der Kommerz-Gedanke viel zu weit gegangen.

          Die Quittung wird kommen; die Fans werden sich selbst im Fußball ein solches Vorgehen nicht mehr bieten lassen. Wetten, dass auch die Fußball-WM in Russland 2018 keine Begeisterungsstürme hervorrufen wird? Es ist ein Fehler, dass erst zur Vergabe der WM 2026 die Menschenrechtslage eine Rolle spielen soll.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

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