https://www.faz.net/-gqe-89g2c
 

Kommentar : Brexit auf Raten

  • -Aktualisiert am

Sagen die Briten bald „Nein“? Der Brexit würde der EU schaden. Bild: AFP

Der Brexit wird immer wahrscheinlicher, aber die EU braucht die Briten. Jetzt sind Taten gefragt. Warme Worte der Kanzlerin helfen nicht weiter.

          Mit dem nahtlosen Übergang von der Euro-Krise zur Flüchtlingskrise wird der Abschied der Briten von der EU immer wahrscheinlicher. Das muss alle sorgen, die für ein gemeinsames Europa eintreten. Denn darin darf Großbritannien nicht fehlen.

          Welches Gewicht in der Welt und welche Anziehungskraft hätte eine EU ohne die Briten? Weil die Eurozone mit ihrer Dauerkrise die Politik der EU inhaltlich und auch mit ihrem Stimmgewicht dominiert, werden die Belange anderer Länder zunehmend ausgeblendet. Wer will schon Mitglied in einem Klub sein, in dem er nichts zu sagen, sondern nur zu zahlen hat?

          Wenn jetzt sogar in der Londoner City für den „Brexit“ geworben wird, kommt die EU in Not. Ohne die marktliberalen Briten gerät die ehemals marktwirtschaftliche Politik Deutschlands vollends unter die Räder, fehlt ein Gegengewicht zur französischen „Planification“. Jedenfalls lässt die Bundeskanzlerin ihrem Werben für den Verbleib Großbritanniens in der EU keine Taten folgen. Vielmehr setzt sie sich mit ihrer verfehlten Flüchtlingspolitik wie zuvor schon in der Euro-Krise immer weiter ab. Mit ein paar warmen Worten wird Angela Merkel die Briten nicht überzeugen können.

          Weitere Themen

          Zetsche geht zu Aldi Süd

          Ehemaliger Daimler-Chef : Zetsche geht zu Aldi Süd

          Nach dem Ende seiner Karriere bei Daimler bekommt Zetsche einen Posten bei dem Discounter Aldi Süd: Er wurde in den Aufsichtsrat berufen. Das hängt mit einer Männerfreundschaft zusammen.

          Topmeldungen

          Sherpas Hecker und Röller : Das sind Merkels G-7-Helfer

          Am Samstag beginnt der G-7-Gipfel in Frankreich. Jan Hecker und Lars-Hendrik Röller haben die meiste Arbeit dann hinter sich: Sie bereiten die Kanzlerin auf das Treffen vor. Doch wer sind Merkels wichtigste Berater?
          Der ehemalige Daimler-Chef Dieter Zetsche wird Aufsichtsrat bei Aldi Süd. Das liegt auch an seiner Freundschaft zum ehemaligen BASF-Chef Jürgen Hambrecht.

          Ehemaliger Daimler-Chef : Zetsche geht zu Aldi Süd

          Nach dem Ende seiner Karriere bei Daimler bekommt Zetsche einen Posten bei dem Discounter Aldi Süd: Er wurde in den Aufsichtsrat berufen. Das hängt mit einer Männerfreundschaft zusammen.
          Viele Studierende erhoffen sich von Steuerrückzahlungen eine gute Summe. Doch nicht alle haben es leicht, Geld vom Fiskus zurückzuholen.

          Tipps & Tücken : Steuern sparen für Studenten

          Ein nettes Sümmchen vom Staat zurückholen – kein Problem. Mit solchen Versprechungen locken Seminar-Anbieter. Doch ganz so einfach ist es nicht.

          Trumps Grönland-Idee : Eiskalte Interessen

          Manche Republikaner unterstützen die Idee von Donald Trump, Grönland zu kaufen. Schließlich könnte man so den Einfluss von China und Russland begrenzen – und riesige Rohstoffvorkommen ausbeuten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.