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Körperschaftsteuer : Starter-Pack

Sarkozy will sich an den deutschen Steuersätzen orientieren Bild: dpa

Deutschland und Frankreich wollen die Körperschaftssteuer harmonisieren. Zum Jubeln gibt es deshalb aber noch lange keinen Anlass.

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          Aller Anfang ist leicht - zumindest gemessen an dem großen Ziel, eine einheitliche Grundlage für die Körperschaftsteuer in Europa zu schaffen. Deutschland und Frankreich wollen vorangehen und ihre Unternehmensteuern angleichen. Doch selbst das ist ein großes Wort. Die allermeisten Unternehmen in Deutschland zahlen Einkommensteuer, dies hat man ausgeklammert, weil man da zu weit auseinanderliegt.

          Nun also die Körperschaftsteuer. Sie zu harmonisieren kann, muss aber nicht sinnvoll sein. Es gilt die sehr schlichte Erkenntnis: Wer sich am Besten orientiert, kann gewinnen, wer nicht wettbewerbsfähige Regeln zum Maßstab nimmt, muss verlieren. Positiv ist, dass man Harmonisierung nicht als Rechtfertigung für Steuererhöhungen missbrauchen will.

          Frankreich will sich an den nunmehr doch recht attraktiven deutschen Steuersätzen orientieren, zumindest solange Nicolas Sarkozy Präsident ist. Deutschland will es dafür Konzernen erleichtern, Gewinne mit Verlusten zu verrechnen, wie es nicht nur in Frankreich üblich ist. Dafür spricht in der Tat vieles. Doch bis man eine gemeinsame Basis für die Körperschaftsteuer hat, fehlt noch so einiges. Zum Jubeln gibt es noch keinen Anlass.

          Manfred Schäfers
          (mas.), Wirtschaft

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