https://www.faz.net/-gqe-8w7gh

„Das ist nicht falsch“ : Angela Merkel verteidigt Diesel-Autos

  • Aktualisiert am

Angela Merkel ist derzeit im saarländischen Sankt Wendel und macht Wahlkampf für ihre Ministerpräsidentin. Bild: EPA

„Für den Klimaschutz ist das Dieselauto heute genauso ein gutes Auto wie es das gestern und vorgestern war“, sagt die Kanzlerin. Und erklärt, was sie dabei von den Grünen perfide findet.

          1 Min.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Diesel-Autos ausdrücklich als umweltfreundlich verteidigt. „Ich finde es perfide von den Grünen und zum Teil auch den Sozialdemokraten, dass jetzt so getan wird - weil ein Unternehmen sich nicht an die Regeln gehalten hat -, als wäre all das, was wir den Menschen gesagt haben, falsch“, sagte die CDU-Vorsitzende während einer Wahlkampfveranstaltung ihrer Partei im saarländischen St. Wendel an diesem Donnerstag.

          „Das ist nicht falsch“, sagte Merkel zu früheren Empfehlungen, dass Dieselfahrzeuge wegen des geringeren Kohlendioxid-Ausstoßes als umweltfreundliche Alternative gekauft werden könnten. Natürlich werde sich die Automobilproduktion ändern. „Aber für den Klimaschutz ist das Dieselauto heute genauso ein gutes Auto wie es das gestern und vorgestern

          St. Wendel : Merkel verteidigt Diesel-Autos als umweltfreundlich

          war.“

          Seit dem VW-Skandal mit manipulierten Abgaswerten ist der Absatz von Dieselfahrzeugen zurück gegangen. Dazu gibt es in einigen Städten eine Debatte über Fahrverbote für Dieselautos.

          Das Kraftfahrtbundesamt hatte Anfang März mitgeteilt, dass der Dieselanteil im Februar bei neu zugelassenen Fahrzeugen um 3,8 Prozentpunkte auf 43,4 Prozent zurückgegangen war. Im Saarland finden an diesem Sonntag Landtagswahlen statt.

          Weitere Themen

          Tübinger stimmen gegen Stadtbahn

          Bürgerentscheid : Tübinger stimmen gegen Stadtbahn

          Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer wollte eine im Umland geplante Regionalbahn durch die Innenstadt führen lassen. Doch die Idee ist gescheitert. Die Tübinger wollen nicht.

          Topmeldungen

          Armin Laschet und CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Montag in Berlin

          Laschet und die Union : Der Kandidat, der enttäuschte

          Nach dem enttäuschenden Wahlergebnis muss der CDU-Vorsitzende Armin Laschet die Parteifreunde besänftigen. Vom zweiten Platz aus versucht die Union, eine Regierungsperspektive zu behalten.
          Christian Lindner (rechts), FDP-Vorsitzender und Robert Habeck, Grünen-Vorsitzender, nehmen am Deutschen Arbeitgebertag 2018 teil.

          Die Grünen und die FDP : Gespräche geübter Gegner

          Inhaltlich liegen FDP und Grüne in vielen Politikfeldern über Kreuz. Doch der Wille zu einer gemeinsamen Regierung bringt sie nun einander näher.
          Die Ko-Vorsitzenden Habeck und Baerbock am Montag in der Bundespressekonferenz

          Nach F.A.Z.-Informationen : Grüne wollen Habeck als Vizekanzler

          Mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin sind die Grünen an ihren eigenen Ansprüchen gescheitert. Nun ist nach Informationen der F.A.Z. klar: Wird die Partei Teil der nächsten Bundesregierung, will sie Robert Habeck zum Vizekanzler machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.