Kein Ökostromziel mehr :
EU-Kommission richtet Klimapolitik neu aus

Von Hendrick Kafsack, Brüssel
Lesezeit: 3 Min.
Wind- oder Atomkraft: Die EU will den Staaten künftig die Wahl lassen
Ökostrom oder Atomkraft: Die EU-Kommission will den Mitgliedstaaten nicht mehr vorschreiben, wie sie ihren Energiemix zu gestalten haben. Sie will sich auf den Abbau des Kohlendioxid-Ausstoßes konzentrieren.

Die europäische Klima- und Energiepolitik steht vor einem grundlegenden Wandel. Die Europäische Kommission wird für 2030 wahrscheinlich kein eigenes Ökostromziel mehr vorschlagen. Wie aus einem internen Papier hervorgeht, will sich die Kommission auf den Abbau des Treibhausgasausstoßes konzentrieren. Umstritten ist in der Kommission noch, wie stark der Ausstoß von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen sinken soll. Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der das Dossier an sich gezogen hat, spricht sich wie die Mehrheit der Kommissare und der EU-Staaten für eine Reduktion um 40 Prozent aus. Eine kleine Gruppe von Kommissaren um Energiekommissar Günther Oettinger dringt indessen auf einen geringeren Abbau um 35 Prozent, um die Industrie nicht zu überfordern.

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