Kabelsalat im A380 :
Die Flugzeugbauer von Airbus haben sich total verheddert

Lesezeit: 7 Min.
Innenleben des A380: Wer soll da noch den Überblick behalten?
Der A380 kommt zu spät und reißt Airbus in eine tiefe Krise. Der profane Grund: 500 Kilometer Kabel an Bord und kein Durchblick. Die Probleme gehen auf frühere Versäumnisse zurück. Ein klassischer Fall von Mißmanagement.

Die Geschichte des A380 begann mit einem Treppenwitz: einer Allianz der Erzrivalen Airbus und Boeing. Anfang der 90er Jahre trafen sich Vertreter der beiden Konzerne, um über den gemeinsamen Bau eines Großflugzeugs zu beraten. Die Rivalen teilten damals die Überzeugung, daß Potential bestünde für einen Riesen, der den Jumbo-Jet von Boeing, die legendäre B747, noch einmal übertreffen würde. Die Nachfrage würde allerdings wohl nur für ein Modell reichen und nicht für zwei. Außerdem schien es ratsam, die auf rund 10 Milliarden Dollar geschätzten Entwicklungskosten zu teilen. Aus wirtschaftlicher Sicht sprach also einiges für eine Allianz der beiden alten Antipoden.

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