https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/iwf-studie-ungleiche-einkommen-schlechteres-wachstum-12823267.html

IWF-Studie : Ungleiche Einkommen - schlechteres Wachstum

  • Aktualisiert am

Gutverdiener - nicht unbedingt gut für die Konjunktur, sagt der IWF. Bild: dpa

Eine IWF-Studie plädiert für Umverteilung zwischen Gut- und Schlechtverdienern: Große Einkommensunterschiede schadeten nämlich dem Wirtschaftswachstum.

          1 Min.

          Große Einkommensunterschiede schaden einer IWF-Studie zufolge dem Wirtschaftswachstum. Eine maßvolle Politik der Umverteilung dagegen könne für die ökonomische Entwicklung förderlich sein, urteilten Experten des Internationalen Währungsfonds in einer neu veröffentlichten Untersuchung. Nur im Falle extrem hoher Steuern oder Transferleistungen für sozial Schwache wie in manchen europäischen Ländern sei eine Beeinträchtigung der Konjunktur zu befürchten.

          Wissenschaftliche Studien des IWF, der die Volkswirtschaften seiner 188 Mitgliedsländer analysiert, geben nicht die offizielle Position des Fonds wieder. Doch IWF-Chefin Christine Lagarde hatte schon im vergangenen Jahr gesagt, dass ökonomische Stabilität nicht zu erreichen sei, ohne Einkommensunterschiede anzugehen.

          Entwicklungshilfeorganisationen zeigten sich über die Äußerungen erfreut. „In den schlechten alten Tagen forderte der IWF von den Regierungen eine Kürzung der öffentlichen Ausgaben und der Steuern“, sagte etwa der Chef des Oxfam-Büros in Washington, Nicolas Mombrial. „Wir hoffen, dass diese Studie und Christine Lagardes jüngste Bemerkungen auf einen Sinneswandel hindeuten.“

          Erst am Mittwoch war in Deutschland die Debatte über Arm und Reich wieder aufgeflammt, als eine Studie bescheinigte: Die Vermögen sind hierzulande weiter sehr ungleich verteilt. Das jedenfalls stellte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung fest, das die Untersuchung in Auftrag gegeben hatte. Allerdings: Die Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung in der Studie nicht berücksichtigt.

          Weitere Themen

          Warnstreiks bei der Post gehen weiter Video-Seite öffnen

          Frankfurt : Warnstreiks bei der Post gehen weiter

          Verdi fordert 15 Prozent mehr Lohn für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten in Deutschland bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Post hatte die Gehaltsforderung bereits mehrfach als realitätsfern abgewiesen.

          Topmeldungen

          Hat sichtlich Spaß: Joe Biden während seiner Rede zur Lage der Nation vor dem amerikanischen Kongress.

          Rede zur Lage der Nation : Bidens gezielte kleine Hiebe

          In seiner Rede zur Lage der Nation schlägt US-Präsident Joe Biden versöhnlichere Töne gegenüber den Republikanern an. Und hört sich an wie ein künftiger Präsidentschaftskandidat.
          Der russische Präsident Wladimir Putin wägt einen Goldbarren: Russland hat zuletzt 3,6 Tonnen Gold verkauft.

          200 Millionen Dollar : Wladimir Putin greift die Goldreserven an

          Russland verkauft Gold im Wert von mehr als 200 Millionen Dollar. Damit sollen Löcher im Haushalt gestopft werden. Wie geht das überhaupt angesichts der Sanktionen des Westens?
          Schüler sitzen in einem Skilift.

          Kleinkind missbraucht? : Vater erhebt Vorwürfe gegen Skischule

          Der Vater eines Dreijährigen hat Missbrauchsvorwürfe gegen die Betreuungseinrichtung einer Skischule in Österreich erhoben. Der Junge soll sich auffällig verhalten haben. Auch andere Eltern sollen sich gemeldet haben.
          Arbeit ist nicht alles – nicht nur vor diesem Café in Berlin.

          Generation Z : Faul oder frei?

          Die rätselhafte Generation Z: Was bleibt von den Vorurteilen über ihre Arbeitsmoral und ihre Zukunftsängste übrig, wenn man genauer hinsieht?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.