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IWF-Chefin : Weiter mit Lagarde?

  • -Aktualisiert am

Christine Lagarde gab vor Gericht eine schwache Figur ab. Ihre Verurteilung kommt einem Paukenschlag gleich. Kann der IWF sie als Chefin halten?

          Der Wirtschaftskrimi um den schillernden französischen Geschäftsmann Bernard Tapie ist um ein weiteres dramatisches Kapitel reicher. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, eine der mächtigsten Frauen der Welt, ist vor Gericht in Paris schuldig gesprochen worden. Die Richter bescheinigten Lagarde, während ihrer Zeit als französische Finanzministerin fahrlässig eine Veruntreuung öffentlichen Geldes ermöglicht zu haben. Lagarde machte vor Gericht eine schwache Figur, ihre Argumente wirkten nicht überzeugend. Die Richter nahmen ihr nicht ab, dass sie die Interessen der Steuerzahler ausreichend verteidigt hatte.

          Das ist bemerkenswert in einem Land, in dem oftmals ein leichtfertiger Umgang mit den Staatsfinanzen zu beobachten ist. Für Lagarde kommt das Urteil einem Paukenschlag gleich. Zwar wurde ihr Fehlverhalten nicht sanktioniert, aber ihr Ruf hat Schaden genommen. Lagardes berufliche Zukunft liegt fortan in den Händen des „board“ des Internationalen Währungsfonds. Kann dieser angesichts der immensen Herausforderungen eine Generaldirektorin halten, die der Fahrlässigkeit in früheren Funktionen für schuldig gesprochen wurde?

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

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