https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/iw-studie-migranten-aus-rumaenien-und-bulgarien-sind-gut-qualifiziert-12760236.html

IW-Studie : Migranten aus Rumänien und Bulgarien sind gut qualifiziert

  • Aktualisiert am

Rumänen steigen in Bukarest in einen Bus nach Westeuropa. Bild: dpa

In Deutschland tobt eine Debatte über Zuwanderung aus Südosteuropa. Migranten aus Bulgarien und Rumänien sind gut für die Wirtschaft, rechnen nun Wirtschaftsforscher des IW-Instituts vor.

          1 Min.

          Die deutsche Wirtschaft profitiert von Zuwanderern aus Rumänien und Bulgarien. Das ist das Ergebnis einer Analyse des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Demnach erhöhe Migration aus diesen beiden Ländern den Fachkräfteanteil  unter den Arbeitnehmern: 25 Prozent der Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien hätten einen akademischen Abschluss, in der deutschen Bevölkerung betrage der Anteil 19 Prozent, rechnet das IW vor.

          Zuwanderer verfügten überdies häufiger über einen Abschluss in den am Arbeitsmarkt besonders intensiv gesuchten Qualifikationen im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Nach Angaben des IW verfügen acht Prozent der Zuwanderer aus Rumänien und Bulgarien über solch einen Abschluss. Unter Zuwanderern insgesamt betrage dieser Anteil zehn Prozent, im Schnitt der deutschen Bevölkerung dagegen nur sechs Prozent.

          IW-Chef Michael Hüther wies zudem darauf hin, dass Zuwanderer im Schnitt meist jünger seien als die Deutschen und damit dem demografischen Wandel zumindest zum Teil entgegengewirkt werden könne. Nach Angaben des IW waren im Jahr 2009 nur knapp vier Prozent der in den vergangenen zehn Jahren Zugewanderten älter als 65 Jahre.

          Hüther betonte, ausländische Fachkräfte nutzten deutschen Unternehmen, weil sie helfen könnten, neue Märkte zu erschließen. Zudem leisteten sie mit ihrer Arbeit einen Beitrag zum deutschen Rentensystem. Der Institutsleiter forderte weitere Erleichterungen für Zuwanderer und eine bessere „Willkommenskultur“. Die Debatte um (angebliche) Armutszuwanderung aus Rumänien und Bulgarien kritisierte das Institut als „zum Teil recht unsachlich“.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Jonathan Gray, 52, ist Präsident der amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft Blackstone. Die Finanzfirma beteiligt sich in  großem Stil an Unternehmen und Immobilien auf der ganzen Welt.  In Deutschland gehören ihr beispielsweise der Frankfurter  Messeturm und Anteile am Kamerahersteller Leica.

          Großinvestor Blackstone : „Wir setzen auf Lagerhäuser“

          Jonathan Gray ist Präsident von Blackstone, einer der einflussreichsten Finanzfirmen der Welt. Hier spricht er über spannende Anlagechancen, die besten Verhandlungstricks und den Deal seines Lebens.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.