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Finanzkrise : Italien verkauft Teile seines Energienetzes an China

  • Aktualisiert am

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi Bild: AFP

Peking nutzt die Finanzkrise in Europa, um weiter zu expandieren. Nun hat Italien Anteile seines Energienetzes an die Asiaten verkauft.

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          Italien hat grünes Licht für den Verkauf von Anteilen seines Energienetzes an China gegeben. Der staatliche chinesische Netzbetreiber State Grid Corp. solle für mindestens 2,1 Milliarden Euro 35 Prozent an der Energie-Holding CDP Reti erhalten, teilte die staatliche Bank Cassa Depositi e Prestiti (CDP) am Mittwoch nach der Zustimmung ihres Verwaltungsrates mit.

          CDP Reti gehört zu gut 80 Prozent dem italienischen Staat. Nach dem Geschäft mit China sollen zudem weitere 14 Prozent an italienische Investoren veräußert werden.

          Der Deal ist der jüngste in einer Reihe von Pekings Einkäufen in staatseigene Infrastrukturen von durch die Finanzkrise angeschlagenen europäischen Staaten. So hält China inzwischen ebenfalls in Italien auch Anteile an staatlich-kontrollierten Energieunternehmen, darunter Eni und Enel.

          Italien verzeichnet mit 135,6 Prozent laut dem EU-Statistikamt Eurostat in der EU den höchsten Schuldenberg des ersten Quartals nach Griechenland mit 174,1 Prozent, gemessen am BIP eines Jahres. Regierungschef Matteo Renzi will die Schulden Italiens auch durch Verkäufe von Staatseigentum abbauen.

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