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Berechnung : Afghanistan kostet Amerika eine Billion

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Ein amerikanischer Soldat bei einer Abschiedszeremonie im Dezember in Kabul. Bild: AP

In diesen Tagen endet der Afghanistan-Militäreinsatz offiziell. Jetzt wird die Rechnung für den Krieg aufgemacht. Dabei sind noch gar nicht alle Kosten angefallen.

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          Ursula von der Leyen war am Wochenende noch mal dort: Zum Jahreswechsel endet der „Isaf“-Kampfeinsatz der Nato in Afghanistan nach 13 Jahren. Er wird ersetzt durch eine Mission, in der die afghanischen Sicherheitskräfte ausgebildet und unterstützt werden sollen. Die Kosten für den Kampfeinsatz könnten sich allein in den Vereinigten Staaten auf eine Billion Dollar summieren - das ist rund ein Viertel der jährlichen Wirtschaftsleistung Deutschlands.

          Einer Rechnung der britischen Finanzzeitung „Financial Times“ zufolge erreichen die Kosten bis jetzt fast eine Billion Dollar, mehrere hundert Milliarden Dollar an Kosten kämen noch. 80 Prozent der Kosten seien während der Präsidentschaft von Barack Obama angefallen.

          Mehr Geld für Zinsen als für Aufbauhilfe

          Allein 756 Milliarden Dollar hätten die Vereinigten Staaten in den Krieg gesteckt, zum großen Teil über das Verteidigungsministerium, aber auch über das Außenministerium. Weitere 100 Milliarden Dollar seien in Aufbauhilfe geflossen. Die Zeitung zitiert zudem eine Untersuchung der City University of New York, der zufolge 125 Milliarden Dollar an Zinsen für die Kredite fällig geworden seien. Auch in Zukunft müsse die Regierung Geld für die medizinische Versorgung der Soldaten ausgeben.

          Die Kosten des Afghanistan-Einsatzes für Deutschland hatte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung vor drei Jahren auf rund 22 Milliarden Euro bis zum Abzug Ende 2014 prognostiziert.

          Afghanistan : Von der Leyen warnt vor abruptem Abzug

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