https://www.faz.net/-gqe-8y8uo

Internationaler Währungsfonds : Warnung vor schneller Zinserhöhung im Euroraum

  • Aktualisiert am

Die Europäische Zentralbank (EZB) liegt in Frankfurt am Main. Bild: dpa

Geht es nach dem IWF, ist es zu früh für die Wende weg von der Nullzinspolitik. Die Inflation sei noch nicht hoch genug, sagt der Finanzmarktchef der Organisation.

          1 Min.

          Trotz zuletzt deutlich gestiegener Inflationsraten warnt der Internationale Währungsfonds (IWF) vor einer baldigen Zinswende in Europa. IWF-Finanzmarktchef Tobias Adrian sagte dem Magazin „Focus“ laut Vorabbericht: „Wir sind noch etwas entfernt von einer nachhaltigen Kehrtwende im Inflationsverlauf.“

          Der IWF erwarte, dass sich die Teuerungsrate im Euroraum ab Mai wieder abschwächen und „deutlich unter dem Zielwert der EZB von unter, aber nahe zwei Prozent bleiben wird“. Außerdem sei die Kerninflationsrate mit ungefähr 1,2 Prozent „immer noch sehr niedrig“. Deswegen bestehe keine Notwendigkeit, die Zinsen anzuheben.

          Zuletzt waren angesichts der anziehenden Konjunktur vor allem aus Deutschland die Rufe nach einer Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik wieder lauter geworden. Bislang plant die Europäische Zentralbank (EZB), noch bis mindestens Ende Dezember Wertpapiere im Umfang von 60 Milliarden Euro pro Monat aufzukaufen, um damit die Wirtschaft anzukurbeln und die Inflationsrate nachhaltig nach oben zu treiben. Zudem halten die Währungshüter die Zinsen auf dem Rekordtief von null Prozent, um für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen.

          Weitere Themen

          Baubranche steigert Umsätze

          Zur Corona-Zeit : Baubranche steigert Umsätze

          Auch in der Corona-Zeit herrscht auf Baustellen reger Betrieb. Im April sind die Erlöse im Bauhauptgewerbe gestiegen. Doch die Baupreise steigen weniger stark.

          Topmeldungen

          Mallorcas Zukunft : Die Sauftouristen sind nicht da

          Corona hat Mallorca ins Mark getroffen und könnte es für immer verändern. Das hoffen viele, fürchten manche – und lässt niemanden kalt: Besuch auf einer verwundeten Insel.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.