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Internationaler Währungsfonds : Warnung vor schneller Zinserhöhung im Euroraum

  • Aktualisiert am

Die Europäische Zentralbank (EZB) liegt in Frankfurt am Main. Bild: dpa

Geht es nach dem IWF, ist es zu früh für die Wende weg von der Nullzinspolitik. Die Inflation sei noch nicht hoch genug, sagt der Finanzmarktchef der Organisation.

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          Trotz zuletzt deutlich gestiegener Inflationsraten warnt der Internationale Währungsfonds (IWF) vor einer baldigen Zinswende in Europa. IWF-Finanzmarktchef Tobias Adrian sagte dem Magazin „Focus“ laut Vorabbericht: „Wir sind noch etwas entfernt von einer nachhaltigen Kehrtwende im Inflationsverlauf.“

          Der IWF erwarte, dass sich die Teuerungsrate im Euroraum ab Mai wieder abschwächen und „deutlich unter dem Zielwert der EZB von unter, aber nahe zwei Prozent bleiben wird“. Außerdem sei die Kerninflationsrate mit ungefähr 1,2 Prozent „immer noch sehr niedrig“. Deswegen bestehe keine Notwendigkeit, die Zinsen anzuheben.

          Zuletzt waren angesichts der anziehenden Konjunktur vor allem aus Deutschland die Rufe nach einer Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik wieder lauter geworden. Bislang plant die Europäische Zentralbank (EZB), noch bis mindestens Ende Dezember Wertpapiere im Umfang von 60 Milliarden Euro pro Monat aufzukaufen, um damit die Wirtschaft anzukurbeln und die Inflationsrate nachhaltig nach oben zu treiben. Zudem halten die Währungshüter die Zinsen auf dem Rekordtief von null Prozent, um für günstige Finanzierungsbedingungen zu sorgen.

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