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Integration in Arbeitsmarkt : Bundesbehörden beschäftigen nur fünf Flüchtlinge

  • Aktualisiert am

Bundesbehörden haben bislang offenbar nur fünf Flüchtlinge angestellt. Bild: dpa

Ob die Integration der vielen Flüchtlinge gelingt, hängt wesentlich davon ab, ob sie Arbeit finden. Nachdem die F.A.Z. eine dramatische Zahl über die Großkonzerne aufdeckte, macht nun die nächste die Runde.

          Eine irrwitzige Zahl: Deutsche Bundesbehörden beschäftigen angeblich derzeit nur fünf Flüchtlinge. Das berichtet die „Bild“-Zeitung und beruft sich dabei auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei.

          Demzufolge kamen seit Januar 2015 zwei Frauen und drei Männer bei Bundesbehörden in ein Beschäftigungsverhältnis. Zwölf weitere Flüchtlinge, vier Frauen und acht Männer, hätten in den Behörden eine Ausbildung begonnen.

          Der haushaltspolitische Sprecher der Linkspartei, Roland Claus, kritisierte die Zahl als „eine Blamage“: „’Wir schaffen das’ geht anders.“

          Die Zahlen sind sehr brisant.Die Integration der mehr als eine Million Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt ist wohl die größte Herausforderung der Flüchtlingskrise überhaupt. Dabei zeigt sich, dass sich offenkundig nicht nur Bundesbehörden an deren Bewältigung nicht beteiligen. Auch die  größten Konzerne dieses Landes halten ich zurück, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung unlängst aufdeckte.

          Eine Umfrage unter den 30 wertvollsten Unternehmen im Aktienindex (Dax), die für einen addierten Jahresumsatz von mehr als 1,1 Billionen Euro und für rund 3,5 Millionen Beschäftigte stehen, ergab: Bis Anfang Juni hatten diese Unternehmen eigenen Angaben zufolge gerade einmal 54 Flüchtlinge fest angestellt. Davon entfielen allein 50 auf die Deutsche Post, zwei jeweils auf den Softwarekonzern SAP und den Darmstädter Pharmahersteller Merck.
           

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