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Institut der Deutschen Wirtschaft : Studie: Finanzmärkte sind krisenfester geworden

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Dieses Mal aus Sand gebaut: die Frankfurter Skyline mit Banken-Hochhäusern. Bild: dpa

Die Pleite von Lehman Brothers ist bald fünf Jahre her. Könnten solche Bankenpleiten das Finanzsystem noch einmal an den Abgrund bringen? Eine neue Studie kommt zu dem Schluss: Robuster ist das System schon mal.

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          Fünf Jahre nach der Lehman-Pleite sind die Finanzmärkte nach Einschätzung von Ökonomen besser gegen Krisen gewappnet als damals. Vor allem die Vorgabe für Banken, ihre Geschäfte mit mehr Eigenkapital abzusichern, mache das Finanzsystem insgesamt robuster. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW, Köln).

          „Durch die neuen Regeln ist das Geld der Steuerzahler bei Bankenkrisen besser geschützt als bisher“, erklärte IW-Direktor Michael Hüther am Montag in Berlin. „Jetzt kommt es darauf an, dass sich die Finanzaufsicht als Schiedsrichter nicht scheut, bei Verstößen konsequent die Rote Karte zu ziehen.“ Kritisch merken die Forscher an, die EU gewähre bei den schärferen Eigenkapitalregeln viele Ausnahmen. Auch die Vorschläge zur Beteiligung der Gläubiger im Falle der Schieflage einer Bank gingen nicht weit genug.

          Von der europäische Bankenaufsicht unter dem Dach der Europäischen Zentralbank (EZB) ab 2014 verspricht sich das IW bessere Kontrolle. Es bleibe aber abzuwarten, ob die EZB im Krisenfall auch tatsächlich hart durchgreife. Rückblickend zeige sich, dass die Finanzkrise gerade in den Eurostaaten recht schnell überwunden werden konnte, die „ihre Problembanken konsequent abgewickelt haben - wie Deutschland und Österreich“. Die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 hatte weltweit die Finanzmärkte geschockt.

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