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Eingliederung : IG Metall schlägt „Integrationsjahr“ für Flüchtlinge vor

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Flüchtlinge sitzen beim Deutschunterricht der Initiative „Teachers on the Road“ in der Zentrale der IG Metall in Frankfurt. Bild: dpa

Ein Jahr zum Reinkommen fordert die IG Metall für Flüchtlinge und Langzeitarbeitslose. So könne der Arbeitsmarkt die Flüchtlingszahlen verarbeiten.

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          Die IG Metall hat vorgeschlagen, die Integration von Flüchtlingen und Langzeiterwerbslosen in den Arbeitsmarkt mit einem auf diese Menschen zugeschnittenen Einstiegsmodell voranzutreiben. Ein betriebliches „Integrationsjahr“ solle von der Bundesagentur für Arbeit (BA) gefördert werden und auf bereits vorhandenen Programmen aufsetzen. Diese sehen etwa Eingliederungszuschüsse von bis zu 50 Prozent des Lohns für den Arbeitgeber vor.

          Wie der Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, an diesem Donnerstag in Berlin erläuterte, soll jede Spaltung des Arbeitsmarktes vermieden werden. „Wir wollen keine Lohnkonkurrenz zu anderen Arbeitssuchenden“, sagte Hofmann. Daher sollten tarifliche Entgelte gezahlt werden.

          Angesichts von 43 Millionen Beschäftigten in Deutschland, 2,1 Millionen offenen Stellen und etwa 380.000 erwerbsfähigen Flüchtlingen aus dem vorigen Jahr „sprechen wir von Zahlen, die der Arbeitsmarkt sehr wohl verarbeiten kann - gute Qualifizierung vorausgesetzt“, sagte Hofmann.

          Das Modell soll neben einem Arbeitsplatz auch Integrations- und Sprachkurse für Flüchtlinge umfassen. Qualifizierung und Job könnten „betriebsnah kombiniert“ werden. Das größte Potenzial dafür sieht Hofmann beim Handwerk.

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