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Ifo-Bildungsbarometer : Deutsche für kostenfreie Kita-Plätze ab vier Jahren

  • Aktualisiert am

Viele Deutsche wollen kostenfreie Kita-Plätze. Bild: dpa

In der Bildung soll sich viel ändern, ergibt eine große Umfrage unter den Deutschen: Sie wollen zentrale Abschlussprüfungen nicht nur für Abiturienten. Und nur die Noten sollen entscheiden, auf welche Schule ein Kind geht.

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          Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist für einen kostenfreien Kita-Platz ab vier Jahren. Das geht aus dem neuen „Bildungsbarometer“ des Ifo-Instituts hervor. Demnach sprachen sich hierfür 77 Prozent der dafür befragten 4000 Erwachsenen aus. Noch ein viel größerer Anteil der Befragten (86 Prozent) plädiert außerdem für bundesweite Qualitätsstandards in den Kindertagesstätten - zum Beispiel was die Gruppengröße und die Ausbildung von Erzieherinnen.

          Die Erhebung führte das Umfragfeinstitut TNS Infratest im Mai durch. Um bessere Kindertagesstätten zu bekommen, sprechen sich außerdem drei Viertel der Befragten dafür aus, Erziehern und Erzieherinnen höhere Einkommen zu zahlen.

          Das Betreuungsgeld kommt bei den Deutschen hingegen überwiegend schlecht an. In dieser Umfrage sprachen sich 57 Prozent gegen diese Möglichkeit aus, die unlängst auch das Bundesverfassungsgericht gekippt hatte.

          Wenn es um die Schule geht, bringt die Umfrage ebenfalls teils bemerkenswerte Ergebnisse: Beinahe zwei Drittel der Eltern wollen für ihre Kinder die Schule frei wählen können. Bislang sind sie in vielen Bundesländern durch die sogenannte Sprengelpflicht auf eine bestimmte Schule festgelegt. Ebenso viele Deutsche sprechen zudem dafür aus, dass allein die Noten den Schultyp bestimmen, auf den die Kinder nach der Grundschule wechseln. Bislang dürfen dies in viele Bundesländern die Eltern entscheiden, wenngleich die Lehrer Empfehlungen abgeben.

          Zudem befürworten mehr als drei von vier Deutschen nach der Umfrage die Einführung bundesweit einheitlicher Abschlussprüfungen nicht nur für das Abitur, sondern auch für den Haupt- und den Realschulabschluss. Knapp ebenso viele wünschen sich mehr Geld vom Staat für Schulen. Auch Ganztagsschulen finden in großen Teilen der Bevölkerung Zustimmung.

          Im Bereich der außerschulischen Bildung sprechen sich laut den Ergebnissen der Umfrage 59 Prozent für die Einführung nachgelagerter Studiengebühren aus, die erst nach dem Studium und ab einem gewissen Jahreseinkommen gezahlt werden müssen. Rund 44 Prozent der Deutschen befürworteten reguläre Studiengebühren an den Universitäten, 46 Prozent lehnen sie ab.

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