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IAB-Studie : Arbeitslosigkeit kostet uns nur noch halb so viel

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Die Kosten der Arbeitslosigkeit umfassen etwa Ausgaben für Arbeitslosengeld, aber auch Einnahmeausfälle bei Steuern und Sozialbeiträgen. Bild: dpa

Arbeitsmarktforscher haben untersucht, was die Arbeitslosigkeit den Staat kostet. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Belastungen halbiert.

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          Der Aufschwung am Arbeitsmarkt entlastet die öffentlichen Haushalte. Im Vergleich zum Jahr 2003 hätten sich die Ausgaben dafür fast halbiert, geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

          Hatten Bundesagentur, der Bund, die Rentenkasse und andere im Jahr 2003 insgesamt noch 91,5 Milliarden Euro für Arbeitslosigkeit aufwenden müssen, waren es im Vorjahr nur noch 53,8 Milliarden Euro, berichten die Forscher. Gemessen am Bruttosozialprodukt fielen die Belastungen von 4,3 Prozent auf 2 Prozent. Hauptgrund sei die stark gesunkene Arbeitslosigkeit.

          Ein Arbeitsloser belastet die Haushalte mit 18.600 Euro

          Je arbeitsloser Person seien die jährlichen Ausgaben aber seit 2003 nahezu unverändert: „Ein Arbeitsloser kostete die öffentlichen Budgets durchschnittlich etwa 18.600 Euro“, erklären die Wissenschaftler.

          Rund 55 Prozent der staatlichen Kosten der Arbeitslosigkeit entstehen den öffentlichen Haushalten durch Ausgaben für das Arbeitslosengeld I und II sowie die für Arbeitslose zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge. Die Forscher beziffern diese Ausgaben für das Jahr 2012 mit 29,6 Milliarden Euro.

          Die übrigen 45 Prozent resultieren aus Einnahmeausfällen bei Steuern und Sozialbeiträgen. Sie umfassten im gleichen Jahr 24,1 Milliarden Euro. So hat der Staat wegen der Arbeitslosigkeit neun Milliarden Euro weniger Steuern eingenommen – davon 7,6 Milliarden weniger Lohn- und Einkommenssteuer.

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