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„Heruntergewirtschaftet“ : Brüderle: Frankreich nicht mehr auf Augenhöhe mit Deutschland

  • Aktualisiert am

Rainer Brüderle Bild: dpa

Im Streit um die richtige Wirtschaftspolitik teilt FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle gegen Frankreichs Präsident Hollande aus: Seine Regierung „wirtschaftet das Land dermaßen herunter, dass Frankreich derzeit nicht mehr auf Augenhöhe mit Deutschland ist.“

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          FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle wirft den französischen Sozialisten politisches Versagen vor. Die sozialistische Regierung von Staatspräsident François Hollande „wirtschaftet das Land dermaßen herunter, dass Frankreich derzeit nicht mehr auf Augenhöhe mit Deutschland ist“, sagte Brüderle laut Vorabmeldung der „Bild“-Zeitung (Donnerstagsausgabe). „Das macht mir Sorgen, denn Europa braucht eine starke deutsch-französische Partnerschaft, um seine Probleme in den Griff zu kriegen.“

          Das Verhältnis zwischen Paris und Berlin gilt ein Jahr nach dem Amtsantritt Hollandes als angespannt. Für Schlagzeilen sorgte in den vergangenen Tagen der Entwurf für ein europapolitisches Papier von Hollandes Sozialisten, in dem Kanzlerin Angela Merkel (CDU) „egoistische Unnachgiebigkeit“ vorgeworfen wurde. Mehrere Passagen wurden erst nachträglich abgeschwächt.

          Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), hat Bundeskanzlerin Merkel daraufhin gegen die Kritik in Schutz genommen. Merkel dürfe nicht für „alles verantwortlich“ gemacht werden. Brüderle sagte jetzt: „Jedenfalls ist zurzeit Frankreich kein Vorbild für uns, auch wenn die SPD das immer noch glaubt.“

          Frankreichs Präsident François Hollande hat Deutschland derweil Pragmatismus zugesagt. Berlin und Paris müssten „zusammenarbeiten, unabhängig von der Entwicklung, den handelnden Personen und den Empfindsamkeiten“, sagte Hollande am Mittwoch nach einem Gespräch mit Italiens neuem Regierungschef Enrico Letta in Paris. Mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei er sich in diesem Punkt einig.

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