https://www.faz.net/-gqe-7kgwd

Große Koalition : EZB-Direktor Asmussen wird Staatssekretär im Arbeitsministerium

  • Aktualisiert am

EZB-Direktor Asmussen geht zurück von Frankfurt nach Berlin Bild: AFP

EZB-Direktor Jörg Asmussen wechselt als Staatssekretär in das Bundesarbeitsministerium unter der designierten Ministerin Andrea Nahles. Deutsche Anwärter auf das Direktorium der Europäischen Zentralbank gibt gleich mehrere.

          1 Min.

          EZB-Direktor Jörg Asmussen wechselt als Staatssekretär in das Bundesarbeitsministerium unter der designierten Ministerin Andrea Nahles. „Ich freue mich sehr, dass Jörg Asmussen beamteter Staatssekretär werden wird und seinen großen Erfahrungsschatz aus bisheriger exekutiver Arbeit mit vollem Einsatz in diesem zentralen Ministerium einbringen will“, sagte Nahles am Sonntag.

          Asmussen selbst betonte in einer Erklärung, die Gründe für seinen Wechsel seien rein privater Natur. „Der Dienstsitz Frankfurt und die häufigen Dienstreisen sind mit dem Familienwohnsitz Berlin und insbesondere meinen beiden sehr jungen Kindern auf Dauer nicht zu vereinbaren“, erklärte Asmussen. „Andere Gründe als diese familiären gibt es definitiv nicht“.

          Asmussen hatte wie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die ultraexpansive Geldpolitik der EZB kritisiert. Beide hatten aber die Zinssenkung durch die EZB im November als gerechtfertigt verteidigt.

          Der 47-jährige Asmussen ist SPD-Mitglied und war 2008 bis 2011 Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Asmussen hat im Schatten der Politik Karriere gemacht. Gedient hat er unter den Ministern Waigel (CSU), Lafontaine (SPD), Eichel (SPD), Steinbrück (SPD) und Schäuble (CDU). Erst seit Januar 2012 ist er Direktoriumsmitglied bei der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt.

          Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger
          Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger : Bild: dpa

          Es wird erwartet, dass Deutschland nun wieder einen Posten im Direktorium der EZB beanspruchen wird. Als Kandidatinnen werden dafür die Vizepräsidentin der Bundesbank, Sabine Lautenschläger, Bafin-Chefin Elke König und die Leiterin des Wirtschaftsforschungsinstituts Halle, die Wirtschaftsweise Claudia Buch, gehandelt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Öffnungen im Kulturbereich sollen in Österreich ab Ostern möglich sein.

          Teststrategie : Vorbild Österreich

          Testen und Öffnen – mit dieser Strategie will Deutschland aus dem Lockdown kommen. Im Nachbarland Österreich geht die Rechnung bislang auf.
          Auf ein Neues: Ein Croupier nimmt die Kugel aus dem Roulettekessel.

          Kolumne : Fünf Dinge, die als Croupier nerven

          Unsere Autorin hat mehrere Jahre hinter den Spieltischen von Casinos gestanden. Dann hat sie den Job an den Nagel gehängt. Hier erzählt sie, was sie als Croupier genervt hat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.