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Zukunfts-Technologie : Großbritannien plant Weltraum-Bahnhof

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Der Weltraum-Bahnhof könnte heute gängigen Flughafen ähneln - die Landebahn muss mindestens 3 Kilometer lang sein. Bild: UK-Space / Department of Transport

Großbritannien will ein wichtiger Markt für die Weltraum-Industrie werden. Die Regierung hat schon eine Liste mit acht Standorten erarbeitet.

          Der nächste Schritt auf dem Weg in die Zukunft: Schon bis zum Jahr 2018 will Großbritannien einen funktionierenden Weltraum-Bahnhof für kommerzielle Flüge bauen. Einen entsprechenden Plan stellte die britische Regierung auf der Luftfahrtmesse im britischen Farnborough an diesem Dienstag vor.

          Angaben der britischen Weltraum-Agentur zufolge gibt es eine Liste mit acht Standorten, die für die futuristischen Verkehrsplattformen infrage kommen, sechs davon in Schottland. Außerdem haben „wir schon den regulatorische Rahmen ausgearbeitet“, sagte Wissenschaftsminister David Willetts.

          „Der Weltraum ist ein großes Geschäft“

          Für einen dieser Standorte, die kleine Stadt Lossiemouth an der schottischen Küste, wirbt auch das amerikanische Weltraum-Unternehmen Virgin Galactic. Dahinter steht der Abenteurer-Milliardär Richard Branson. Seine Idee werde auch von der Scottish National Party (SNP), die für die Unabhängigkeit Schottlands eintritt, „enthusiastisch“ unterstützt, berichtet der „Guardian“. Ein anderer Weltraum-Standort in Schottland könnte der Flughafen Glasgow-Prestwick sein.

          „Der Weltraum ist ein großes Geschäft für Großbritannien“, sagte Britanniens Wirtschaftsminister Vince Cable laut einer offiziellen Mitteilung. Der Beitrag zur britischen Wertschöpfung belaufe sich auf mehr als 11 Milliarden Pfund im Jahr, außerdem würden dadurch rund 35.000 Arbeitsplätze unterstützt.

          Virgin Galactic plant bisher, den ersten kommerziellen Weltraumflug in diesem Jahr anzubieten von einem eigens eingerichteten Raumhafen im amerikanischen Bundesstaat New Mexico. Wenn das funktioniert, wolle das Unternehmen auch von anderen Standorten aus operieren - über Lossiemouth habe es bereits Gespräche mit schottischen Ministern gegeben.

          Noch bevor die britische Regierung ihre Pläne vorstellte, hat sich der amerikanische Konzern Lockheed Martin ins Gespräch gebracht, um dabei eine führende Rolle zu spielen. Das Unternehmen werde an diesem Dienstag bekanntmachen, in Großbritannien ein eigenes Weltraum-Büro einzurichten, berichtet der „Telegraph“.

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