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Griechenland : Weidmann: Schuldenerlass wird nicht reichen

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Mahnt Griechenland zu weiteren Reformen: Bundesbankpräsident Jens Weidmann Bild: AP

Nach dem klaren Sieg des Linksbündnisses Syriza bei der Parlamentswahl in Griechenland pocht Bundesbankpräsident Weidmann auf Strukturreformen. Ein Schuldenerlass würde nur eine kurze Atempause bedeuten.

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          Nach dem Wahlsieg der linken Syriza-Partei in Griechenland hat Bundesbank-Chef Jens Weidmann weitere Reformen in dem Euro-Staat gefordert. Das Land sei nach wie vor auf Unterstützung durch ein Hilfsprogramm angewiesen, sagte das EZB-Ratsmitglied am Sonntag in der ARD. „Und das heißt natürlich auch, dass es ein solches Programm nur geben kann, wenn die Verabredungen auch eingehalten werden.“ Es sei im Interesse der griechischen Regierung, die Strukturprobleme anzugehen.

          Konkret nannte Weidmann die Verwaltung, die öffentlichen Finanzen und die Wirtschaft. „Ich hoffe, dass die neue griechische Regierung keine illusionären Versprechungen macht, die sich das Land nicht leisten kann.“ Ein Schuldenerlass würde ohnehin nur eine kurze Atempause gewähren.

          Syriza-Chef Alexis Tsipras will das mit Milliardensummen seiner Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds vor der Staatspleite gerettete Land zwar in der Euro-Zone halten. Allerdings lehnt er die vereinbarten Reformauflagen ab und fordert einen Schuldenschnitt. EU, IWF und Europäische Zentralbank weisen das zurück.

          Griechenland steht bei seinen Geldgebern mit rund 240 Milliarden Euro in der Kreide.

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