https://www.faz.net/-gqe-7zfon

Globale Verschuldung : Wird China das nächste Griechenland?

  • Aktualisiert am

Weltweit steigt die Verschuldung. Doch vor allem Chinas Defizit hat sich in den vergangenen Jahren rapide erhöht. Bild: dpa

In Europa wird über den Schuldenstand Griechenlands heftig diskutiert. Doch eine aktuelle Studie zeigt, dass weltweit die Verschuldung von Staaten rasant ansteigt. Sorgen bereitet vor allem China.

          1 Min.

          Die globale Verschuldung hat sich einem Bericht zufolge seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt. Das Nachrichtenportal „Spiegel Online“ zitierte am Donnerstag aus einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey, wonach die globale Verschuldung im zweiten Quartal 2014 insgesamt 199 Billionen Dollar (175 Billionen Euro) betrug. Im Jahr 2007 waren es demnach noch 142 Billionen Dollar, im Jahr 2000 lag die Summe bei 87 Billionen Dollar.

          Unterschieden wird in der Studie zwischen Schulden des Staates, privater Haushalte, des Finanzsektors und aller übrigen Unternehmen. Demnach entfiel von den 199 Billionen Dollar auf die Staaten ein Anteil von 58 Billionen Dollar. Im Jahr 2007 betrugen die Schulden dem Bericht zufolge zudem noch 269 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung, im zweiten Quartal 2014 waren es 286 Prozent. Deutschland liegt mit einer Schuldenquote in Höhe von 258 Prozent unter dem Durchschnitt.

          Sorgen bereitet den Autoren der Studie die Entwicklung in China. In der aufstrebenden Volkswirtschaft haben sich die Schulden demnach in den vergangenen sieben Jahren auf mehr als 28 Billionen Dollar vervierfacht. Auch die Struktur der chinesischen Schulden sei beunruhigend, hieß es. So spiele der Immobiliensektor eine zu große Rolle und auch die Schuldenpolitik vieler Regionalregierungen sei nicht nachhaltig.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wohl dem, der zu Hause ein sonniges grünes Plätzchen hat. Eine Horizonterweiterung kann, mit dem richtigen Buch, auch dort stattfinden.

          Zukunft des Tourismus : Über Leben ohne Reisen

          Was passiert mit uns, wenn wir nicht reisen? Die Zukunftsforscher Horst Opaschowski und Matthias Horx über Langeweile, Horizonterweiterung und die Frage, wie unser Urlaub nach der Pandemie aussehen wird.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.