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Gewinn für Volkswirtschaft : Traumrendite mit Flüchtlingen

Hamdi Ulukaya hat mit Joghurt ein Vermögen verdient. Bild: Bloomberg

Die Rendite auf jeden für Flüchtlinge eingesetzten Euro liege bei 100 Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine noch unveröffentlichte Studie der London School of Economics. Allerdings gibt es eine wichtige Voraussetzung.

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          Flüchtlinge bringen der Volkswirtschaft einen Gewinn: Die Rendite auf jeden dafür eingesetzten Euro liege bei 100 Prozent - und das innerhalb von fünf Jahren. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der London School of Economics (LSE), die am kommenden Mittwoch vorgestellt wird und über die die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vorab berichtet.

          Bettina Weiguny
          Freie Autorin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Ausgaben, welche die Staaten Europas heute schultern, bringen morgen doppelten ökonomischen Nutzen. Der Gewinn, der an die Gemeinschaft zurückfließt, sei enorm, schreibt LSE-Ökonom Philippe Legrain. Die Voraussetzung dafür sei, dass ein Großteil der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert wird.

          Mehr Nachfrage, mehr Unternehmertum, weniger Fachkräftemangel

          Mit den dadurch erzielten Einkommen kurbeln sie die Wirtschaft an: Flüchtlinge steigern die Nachfrage, stärken das Unternehmertum und wirken dem Fachkräftemangel entgegen, so behauptet der Bericht. Die Untersuchung beruht vor allem auf Daten des Internationalen Währungsfonds, in Auftrag gegeben haben sie das von Legrain gegründete „Open Political Economy Network“ und die „Tent Foundation“ des amerikanischen Joghurt-Milliardärs Hamdi Ulukaya, der einst als Sohn türkischer Schäfer nach Amerika kam und dort die Joghurt-Firma „Chobani“ gründete.

          Der Unternehmer kennt die Zustände im syrischen Grenzgebiet aus eigener Anschauung und engagiert sich seit längerem in der Flüchtlingshilfe. So hat der Erfinder des griechischen Joghurts angekündigt, die Hälfte seines Vermögens zu spenden, um Flüchtlingen zu helfen. Von den 2000 Mitarbeitern, die der Fabrikant beschäftigt, sind ein Drittel Flüchtlinge. Erst vor zwei Wochen gab er bekannt, zehn Prozent seiner Anteile der Belegschaft zu schenken.

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